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Rheinberg: Elf Frauen und ein Clooney

Rheinberg : Elf Frauen und ein Clooney

"100 Prozent lustig": Die Theatergruppe der Bruderschaft St. Ulrich in Millingen präsentiert im Pfarrheim St. Anna ihren neuen Schwank unter dem Titel "Liebe vergeht - Hektar besteht".

Wenn die elf Damen der Theatergruppe St. Ulrich aus Millingen sich im Oktober zusammensetzen, um in gemütlicher Runde bei einem Gläschen Sekt das Stück für die nächste Aufführung auszuwählen, dürfen ihre Fans sich schon mal die Lachmuskeln vorwärmen. "Wir besprechen drei Stücke und entscheiden uns für das Lustigste, unser Publikum liebt es halt humorvoll", erklärt Regisseurin Monika Willert.

Ein Blick ins Programmheft verspricht auch in diesem Jahr wieder einen Volltreffer. Denn die turbulente Bauernkomödie "Liebe vergeht - Hektar besteht" von Carsten Lögering bietet der eingeschworenen Frauenrunde jede Menge Gelegenheiten, ihr humoristisches Talent auf die Bühne zu bringen.

Dabei fängt alles ganz harmlos an: Familie Bolzmann führt ein stinknormales Bauernleben. Mutter Berta hat das Sagen, Tochter Anke sichert als Jungbäuerin aus Leidenschaft die Erbfolge und Sohn Alexander möchte eh Schauspieler werden. Dann jedoch stirbt die Oma, der der Hof gehört. Ihr letzter Wille bringt die Komödie in Schwung: Nur wenn Anke und Alexander heiraten, erben sie den Hof.

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Ansonsten geht der Besitz an die Kirche. Sehr zur Freude von Pastor Selig, der sich als Bischof in Lauerstellung zum Erbschleicher entwickelt. Gestört wird er dabei ausgerechnet von seiner Haushälterin, die wiederum liebend gerne ihren Sohn Kai gewinnbringend unter die Haube bringen würde.

Spritzige Dialoge und witzige Charaktere wie etwa die kiffende Postbotin Elke oder der Heiratsvermittler Hein Kuppelspecht versprechen kurzweiliges Theatervergnügen. Dass die St.-Ulrich-Frauen Männerrollen übernehmen müssen, kommt nicht nur beim Publikum gut an. "Ich freue mich darauf, den Stallburschen Fiete zu spielen, er ist so schön geckig", sagt Monika Willert. Lange Diskussionen um die Rollenverteilung gibt es bei den Bruderschaftsfrauen ohnehin nicht. "Wir lesen das Stück ein Mal, und dann ist schon klar, wer was spielt", erzählt Souffleuse Manuela Jordan.

Rund 40 Proben stehen bis zur Aufführung an, aber bierernst nimmt sie keiner aus dem Ensemble. Willert: "Wir sind nicht hundert Prozent perfekt, aber hundert Prozent lustig. Außerdem ernten wir die meisten Lacher sowieso bei Texthängern. Die Leute nehmen es mit Humor, weil sie wissen, dass wir Laien sind." Am Sonntag, 19. März, ist um 15 im Pfarrheim St. Anna die Premiere - als Familientag für die Millinger Bruderschaft mit Kaffee und Kuchen vorab.

Für Mittwoch, 22. März, 15 Uhr bitten die Laiendarsteller zum Seniorennachmittag. "Wir haben die Bewohner der Altentagesstätten aus Rheinberg, Annaberg und Millingen eingeladen. Die Resonanz war riesig", freut sich Monika Willert. Am Freitag, 24. März, 19 Uhr findet die öffentliche Aufführung statt. Der Eintritt ist frei. Um eine Spende wird gebeten.

(erko)