Alpen: Einsturzgefahr: Motte ist gesperrt

Alpen: Einsturzgefahr: Motte ist gesperrt

Schon nächste Woche soll der Untergrund des Burghügels untersucht werden.

Das Baudenkmal Motte, auf dem einst die Burg gestanden hat, ist einsturzgefährdet. Jedenfalls hat die Gemeinde die historisch geschützte Erhebung am östlichen Ortsausgang vorsorglich gesichert und den öffentlichen Zutritt verboten. Vermutlich bereits in der kommenden Wochen beginnen archäologische Experten damit, den Untergrund zu erkunden und den historischen Befund zu sichern.

Dabei, so Walter Adams, Fabereichsleiter Bauen, auf RP-Anfrage werde auch untersucht, welche langfristig wirkenden Sicherungsmaßnahmen eventuell erforderlich sind. Vor gut einem Jahr, so Adams, sei auf der zum Dorf hin gelegenen Seite Erde eingebrochen. Das Loch sei mit fünf Kubikmeter Boden wieder verfüllt worden.

Da die begründete Vermutung bestehe, dass im II. Weltkrieg hier Stollen als Schutzraum vor Bombenangriffen gegraben worden seien, könne nicht ausgeschlossen werden, "dass es zu weiteren Einbrüchen kommt", so Adams. Daher gebe es "akuten Handlungsbedarf".

Um die Gefährdungen auszuschließen, müsse der Untergrund fachlich sondiert werden. Das sei auch aus einem weiteren Grund erforderlich: Im Rathaus denke man darüber nach, das Fundament der Burg auf dem Hügel nachzubauen, um die Historie Motte "erlebbarer zu machen". Dem Plan würden die Denkmalschützer nur zustimmen, wenn die darunter liegende Erde untersucht und gesichert sei.

Das archäologische Gutachten sei auch Basis für Pläne, die Motte im Zuge des Stadtumbaus als Teil eines historischen Parks erheblich aufzuwerten. Die Kosten für die Untersuchung bezifferet Adams auf unter 30.000 Euro.

(bp)