Rheinberg: Eine "Muckibude", die gesund macht

Rheinberg: Eine "Muckibude", die gesund macht

Joel Wilms und Adrian Tatarciuc bringen mit ihrer Firma adita ein neues Angebot in das Sportcenter von Concordia.

Vielen Menschen wird in diesen Tagen bei einem Blick auf die Waage schmerzhaft vor Augen geführt, dass die süßen Plätzchen und saftigen Gänsekeulen der vergangenen Feiertage bleibende Spuren hinterlassen haben. Höchste Zeit also, sportlich aktiv zu werden. Wer darüber hinaus noch etwas für seine Gesundheit tun möchte, indem er beispielsweise seinen Rücken stärkt oder Stress abbaut, ist im neu eingerichteten Fitnessraum von Concordia Ossenberg gut aufgehoben.

Dort bieten Joel Wilms und Adrian Tatarciuc mit ihrer Firma "adita" vom 21. Januar an in Kooperation mit dem Sportverein ein umfangreiches Kursangebot an. Im Mittelpunkt steht der zwölf Geräte umfassende Kraftausdauerzirkel, der nach ausgiebiger Einweisung im 90-Sekunden-Takt absolviert wird. "Es handelt sich um ein Ganzkörpertraining. Wer den Zirkel einmal durchlaufen hat, hat alle Muskelgruppen abgedeckt", erklärt Joel Wilms. Hanteln und andere Schwergewichte sucht man in dem 60 Quadratmeter großen ehemaligen Seminarraum im Kellergeschoss allerdings vergeblich. "Wir betreiben keine herkömmliche Muckibude. Bei unserem Angebot handelt es sich um medizinisch orientiertes Fitnesstraining. Wir möchten auch nicht in Konkurrenz zu Fitnessstudios treten, sondern die gesundheitlichen Aspekte hervorheben", erläutert Adrian Tatarciuc.

Für den Verein ist der Fitnessraum ein absoluter Gewinn. "Unser Feld bestand bisher aus der betrieblichen Gesundheitsförderung, dem Reha-Sport und den diversen Sportkursen. Mit den Präventionsangeboten von adita schließt sich für uns ein Kreis", so Burghard Kretschmer.

Der Vorsitzende von Concordia Ossenberg hat für die Zukunft verstärkt den Betriebssport im Blick. "Die betriebliche Gesundheitsförderung steht erst am Anfang. Arbeitgeber, die in Präventivmaßnahmen investieren, können bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr von der Steuer absetzen", so Kretschmer.

Die gesundheitsfördernden Maßnahmen im Fitnesskeller werden übrigens von den Krankenkassen unterstützt. Präventionskurse mit zehn Übungsstunden (Teilnehmergebühr: 105 Euro) werden mit mindestens 75 Euro bezuschusst, in Einzelfällen sogar komplett übernommen. Neben den festen Kursen bietet sich die Möglichkeit, die Gesundheit durch regelmäßiges Training zu fördern. Der Zusatzbeitrag für Vereinsmitglieder beträgt 18,50 Euro monatlich.

Bevor es an die Geräte geht, erfolgt eine eingehende Anamnese mit Messung der Fett- und Muskelmasse sowie sportwissenschaftlichen Tests. Im Anschluss bekommt der Teilnehmer einen speziell auf ihn zugeschnittenen Trainingsplan. "Unser Ziel ist es, sehr individuell zu arbeiten. Jeder bekommt eine Trainingsmappe, in der alle Übungen detailliert in Wort und Bild erklärt sind", sagt Adrian Tatarciuc.

Kleiner Wermutstropfen: Der gute Vorsatz sollte das Jahr überdauern. "Fitnesstraining ist ein undankbarer Sport. Man muss dranbleiben, denn Muskelmasse bildet sich schon nach einer Woche zurück", sagt Wilms bedauernd.

(erko)