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Ein Verein soll die Kulturkneipe to hoop in Alpsray zusätzlich beflügeln

Kulturförderung in Rheinberg : Gute Stimmung beim Feier-Tag im to hoop

Der Förderverein Kultur hatte im Alpsrayer Bürgertreff ein reizendes Programm auf die Beine gestellt. Auch für Kinder war was dabei.

Entspannt und locker präsentierte sich die „to Hoop“-Kulturkneipe schon am Samstagnachmittag, als der „Feier“-Tag los ging. Infomaterial über die Musik, die Künstler und den neuen Kulturförderverein fanden sich an kleinen Tischen am Eingang. Eine von Sponsoren unterstützte Tombola mit Losen zum Gewinnen kleiner Preise lockte Glücksritter in den Konzertsaal. Kaffee und Kuchen für kleines Geld luden zum geselligen Plaudern an den Tischen ein.

„Wir finden den Sonntagsbrunch hier super – und „Ausbilder Schmidt“ letztens war klasse“, genoss Gerrit Chilla aus Alpsray mit einer Freundin seinen Kaffee und die schöne Atmosphäre. Auch für Kinder hatten sich die Organisatoren um Betreiber Sami Durak und den Mitgliedern des Fördervereins was Nettes einfallen lassen. Der 2011 beim „Supertalent“ angetretene Stefan Gertler sang für sie auf der Bühne Karaoke, nahm ihnen so die Scheu und ließ sie dann selbst ihr Talent ausprobieren. Annika, Sarah und Kine versuchten sich an Mark Fosters „194 Länder“ und waren sich danach einig: „Das macht schon eine Menge Spaß.“

Selbst Pächter Sami Durak nahm bei „Return to sender“ von Elvis mal das Mikro zur Hand. „Durch alles, was der Verein macht, kommt Manpower und finanzielle Unterstützung rein“, verbindet er mit dem Feier-Tag die Hoffnung, dass das noch recht junge Kultur-Projekt „to Hoop“ auf diesem Weg auf noch breitere Beine gestellt wird. „Es lassen sich vielleicht Leute finden, die organisatorisch helfen können. Und man kann auch das Kulturprogramm sicher noch ausbauen“, sagte Durak.

In diese Richtung gehen jedenfalls die Gedanken aller Beteiligten. Es gehe darum, „junge Leute an Kultur und Musik heranzuführen“, unterstrich Karin Winkel, die stellvertretende Rheinberger Bürgermeisterin und Mitglied im Vorstand des neuen Fördervereins. „Dafür haben wir hier die Räumlichkeiten, und so kommen wir auch an Fördermittel von der Stadt, dem Land und vielleicht auch vom Bund heran“, beschrieb sie den Sinn und die Stoßrichtung eines solchen Fördervereins. „Open stage ist ja bekannt und läuft schon. Dazu wollen wir vielleicht noch Poetry Slams und ähnliche Sachen wie knackigen Blues-Rock anbieten“, lauten die Stichworte für die Richtung, in die es gehen soll.

Für die musikalische Breitseite sorgte das Trio Electric Voodooland mit Mikel Bluni (Gesang, Gitarre), Jochen Eminger (Bass) und Schlagzeuger Hans-Georg Leven. Sie lieferten einen Jimi-Hendrix-Sound, der dem legendären Original durchaus nahe kam. Und auch der Südstaaten-Blues von Virginia Slim kam bei den Besuchern im Alpsrayer to hoop sehr gut an. „Ein erfolgreicher Auftakt“, konstatierte Karin Winkel über den Startschuss in eine noch bessere kulturelle Zukunft. Dass die erfolgreich sein wird, daran gab’s am Feier-Tag kaum Zweifel. Der Name des kleinen aber feinen Kulturttempels ist schließlich Programm: „to hoop“ signalisiert Hoffnung.