1. NRW
  2. Städte
  3. Rheinberg

Rheinberg: Ein Quartier mit Potential

Rheinberg : Ein Quartier mit Potential

Beim ersten "Zukunftscafé" im künftigen "Haus der Generationen" im Gemeindezentrum Grote Gert am Annaberg wurden bereits konkrete Ergebnisse erarbeitet. Zum Beispiel zum Thema Einkaufsmöglichkeiten.

Diese Arbeitsergebnisse können sich sehen lassen, die jetzt im "Haus der Generationen" in Rheinberg (Evangelischen Gemeindezentrum Grote Gert) nach intensiver Gruppenarbeit zu Tage kamen. "Zukunftscafé" nannte sich das Treffen, bei dem sich alles um die Zukunftsfähigkeit des "Wohnquartiers" Annaberg drehte.

Drei wechselnde Tischrunden kümmerten sich um eine positive Bestandsaufnahme nach dem Motto: Was läuft gut in unserem Stadtteil? Was macht Sorgen, was fehlt? Welches Ziel hat gemeinsames Engagement? Geschickt führte Moderatorin Karin Nell vom Evangelischen Bildungswerk Niederrhein die Gesprächsrunden, die aufgrund des Konzepts ergebnisorientiert waren und bewusst auf kollektives Wissen von Menschen verschiedener Generationen setzt. Im Vordergrund stehen Selbstentwicklung, -steuerung wie -organisation.

Das Potential ist da

"Hier in Annaberg sehe ich großes Potential", meinte Karin Nell. Das Wohnumfeld sei gepflegt, junge Familien, als Sahnehäubchen sozusagen, eine zukunftsgerichtete Ressource. Pastor Udo Otten: "Wir erleben eine große Liebe zum Stadtteil und eine feste Verwurzelung. Man kennt sich, hat eine gemeinsame Geschichte und viel miteinander erlebt." Ein Stoff, aus dem sich Zukunft mit Lebensqualität im Wohnquartier bauen lässt.

Konkrete Ergebnisse ergaben sich beispielsweise in Sachen Römerstraße. Eine Querungshilfe ist gewünscht, soll Kindern und Senioren das sichere Überqueren der Straße ermöglichen. Beklagt wurden die wenigen Einkaufsmöglichkeiten vor Ort, auch wenn ein Wochenmarkt am Donnerstag diese Lücke schließen könnte. Otten: "Allgemein wird der Markt zu wenig wahrgenommen. Das muss sich ändern", meinte Otten zum konkreten Arbeitsauftrag aus der Gruppe. Eine Umfrage könnte helfen, für den Wochenmarktbesuch zu sensibilisieren. Das Thema Einkaufen erwies sich als durchgängig. Für viele ältere Menschen wird das Einkaufen zum Problem, weil es um den Rücktransport der Einkäufe geht. Ein Bringservice sei zwar praktisch, doch nehme er Mobilität und Kommunikation im Alter.

Fahrdienst

Angedacht ist nun, einen Fahrdienst mit Hilfe des Gemeindebusses einzurichten, der z.B. in die Stadt fährt. "Die Einkäufe werden per Bus transportiert", meinte Otten. Schon jetzt will man sich um Fahrzeiten kümmern.

(sabi)