Rheinberg: Ein Projektchor für die Cäcilienmesse

Rheinberg: Ein Projektchor für die Cäcilienmesse

Der St.-Peter-Kirchenmusiker Christoph Bartusek hat die nächste musikalische Großveranstaltung in Angriff genommen. Der Termin dafür steht fest: Sonntag, 10. Juni, 18.30 Uhr.

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da scheint es bis zum Sommer noch eine kleine Ewigkeit hin. Zeit genug also, um ein Konzert mit maximal 120 Sängern, mehr als 50 Musikern des Duisburger Orchesters "Klangkraft" sowie Solisten zu planen? Am Sonntag, 10. Juni, 18.30 Uhr, wird im Rahmen der Konzertreihe "Rheinberger Abendmusik" die "Cäcilienmesse" von Charles Gounod in der St.-Peter-Kirche aufgeführt. Auf den eigens für diese Aufführung gegründeten Projektchor sowie die Instrumentalisten kommt damit ein hartes, aber auch spannendes Stück Arbeit zu, schließlich wird das Werk in originaler Orchesterbesetzung geboten. "Wir wollen an die Urfassung herankommen", so der Anspruch von Chorleiter Christoph Bartusek.

Der "castet" derzeit noch Sängerinnen und Sänger, die gerne ein größeres Chorwerk mitsingen möchten, sich aber bislang nicht regelmäßig an einen Chor binden wollten. "Bislang sind wir fast 80 Sänger - zumeist aus dem Kirchenchor und dem Chor Cantemus, wir freuen uns aber über weitere Teilnehmer", sagt Bartusek und nimmt potenziellen Interessenten gleich die Sorge: Ein Casting wie bei einschlägig bekannten TV-Shows gebe es nicht.

Allein: Den straffen Probenplan hat Bartusek schon festgezurrt, darauf müssen sich die Projektchorteilnehmer einlassen. Die Proben einfach zu schwänzen, das gehe bei solch einem Vorhaben nicht, betont Bartusek.

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Los geht's am Samstag, 13. Januar, im St.-Anna-Pfarrheim. Von da an treffen sich die Sänger und Sängerinnen in der Regel alle zwei Wochen für zweieinhalb Stunden, um das Werk einzustudieren. Hinzu kommen Intensivtage und natürlich das Selbststudium zuhause. "Die Zeit werden wir auch benötigen", ist sich Bartusek sicher.

Der 42-jährige Kirchenmusiker ist nicht nur künstlerischer Leiter des Projekts, sondern auch Chef-Planer und Logistik-Boss in Personalunion. Ein dickes Brett, das er damit bohren muss. "Sänger und Musiker stellen sich ja nicht einfach in die Kirche und legen los", erklärt der Chorleiter, der das Konzert auch dirigieren wird. Für ihn galt: Nach dem Projektchor ist vor dem Projektchor. Die ersten Planungen für die Gounod-Messe liefen an, als das Tango-Konzert 2016 kaum verklungen war. Der Bau und die Installation eines eigenen Chorpodestes mit der entsprechenden Platzierung der einzelnen Chorstimmen und Musiker, die Veranstaltungs- und Konzerttechnik, die Video-Technik und die Zusammenstellung des Notenmaterials - das erledigt sich nicht mit Links. Ebenso häufig wie zu Notenblättern und Taktstock greift Bartusek auch zum Tablet. Hier findet sich in zahllosen Dateien die Detailplanung. Eine durchaus kniffelige Sache, wie der Chorleiter zugibt. Doch Bartusek ist gespannt wie ein Geigenbogen. Er freut sich auf die Probenarbeit und natürlich die Aufführung. "Die klanggewaltige Cäcilienmesse wird leider oft nur in reduzierter Orchesterfassung aufgeführt", berichtet der Chorleiter. Das sei ein bisschen so, als würde man leuchtende Farben aus einem Gemälde ziehen. In der St. Peter Kirche soll dieses grandiose Werk nun in originaler Besetzung zu hören sein. Karten für das Konzert, das in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt gestaltet wird, sind ab Frühjahr zum Preis von zwölf Euro im Pfarrbüro und im Kulturbüro erhältlich.

Interessierte Sänger, die bei der Aufführung des Chorwerks von Gounod mitwirken möchten, können sich unter rheinberger-abendmusik@gmx.de sowie unter 02843 1698895 an Christoph Bartusek wenden.

(RP)