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Alpen: Ein neues Haus für Flüchtlinge an der Ulrichstraße

Alpen : Ein neues Haus für Flüchtlinge an der Ulrichstraße

Die neue Unterkunft soll nach dem Vorbild der Einrichtung am Passweg entstehen. Die Bodenplatte liegt bereits. Möglicherweise muss der Rat bei den Kosten noch etwas drauflegen. Denn die Preise auf dem boomenden Baumarkt ziehen kräftig an.

Anfangs musste sich die Flüchtlingshilfe für ihre Betreuungsarbeit Räume organisieren, um sich zu treffen und auch die vielen ehrenamtlichen Sprachkurse abzuhalten. Sie fanden dabei Aufnahme in Räumen der beiden Kirchengemeinden. Nachdem die Gemeinde aber die neue Flüchtlingsunterkunft am Paßweg gebaut hat, die schon vor Monaten bezogen worden ist, stehen hier neben den Zimmern für knapp 50 Flüchtlinge auch bestens geeignete, technisch ausgestattete Räume zur Begegnung und zum Unterricht zur Verfügung. Mit Fördermitteln aus dem bundesweiten Programm "500 Landinitiativen" und des NRW-Programms "KommAn" in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum Wesel konnten die Sozialräume nun auch mit einer Küchenzeile, Schränken und Mobiliar ausgestattet werden.

Genutzt werden die Räumlichkeiten auf vielfältige Weise, teilte die Flüchtlingshilfe mit. Viele Sprachkurse aber auch Hausaufgabenhilfe für Kinder und die Unterstützung der Auszubildenden finden hier statt. Weitere Nutzungsmöglichkeiten sind unter anderem ein Kindertreff, einen Nähgruppe, Musikunterricht, erteilt vom Musikverein Menzelen, Yoga für geflüchtete Frauen aus Aserbaidschan, Supervision und die Treffen der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer finden unter anderem hier statt.

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Im Gebäude Passweg sind derzeit 43 Flüchtlinge untergebracht, und in den alten, bekanntlich abgewohnten Containern an der Fürst-Bentheim-Straße leben derzeit noch rund 21 Personen. Diese beiden Wohn-Kästen sollen in absehbarer Zeit verschwinden. Sie sollen Platz machen für sozialen Wohnungsbau. Der Bauantrag für ein Mehrfamilienhaus sei bereits gestellt, heißt es aus dem Rathaus.

Die Gemeinde hat eine baugleiche Wohnanlage wie am Paßweg, wo als Abschluss nur noch das Außengelände gestaltet werden muss, auch an der Ulrichstraße geplant, wo ein Teil der fast 30 Jahre alten, und schon bei Aufstellung gebrauchten Container bereits abgebaut worden sind. Die zunächst auf fünf Jahre befristet Baugenehmigung für das neue Heim an der Ulrichstraße liegt im Rathaus schon länger vor. Der Flächennutzungsplan schließt Wohnbebauung im Außenbereich aus, lässt aber als Sonderzweck Flüchtlingsunterkünfte zu. Inzwischen ist auch an der Ulrichstraße schon mit dem Bau begonnen worden. Der Standort am Ortsrand gilt in der Bevölkerung als "akzeptiert".

Das neue Haus ist mit rund eine Million Euro kalkuliert. "Aber die Preise auf dem boomenden Baumarkt ziehen mächtig an", sagt Fachbereichsleiter Walter Adams. Es scheint nicht ausgeschlossen, dass der Rat hier vor Verabschiedung des Haushaltes noch nachlegen muss. Um für die Zukunft gewappnet zu sein, ist auf der Planfläche Platz für ein zweites Gebäude gleicher Bauweise. "Als Puffer, wer weiß schon, was noch kommt", so Volker Schlicht.

Bei einer Veranstaltung der Senioren-Union Alpen dankte Bürgermeister Thomas Ahls den Senioren : "Sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass die Integration in Alpen sich so gut entwickelt hat. In Alpen sind mehr Flüchtlinge in Beschäftigung und Ausbildung als anderswo."

(bp)