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Ein Investor hat Interesse daran, in Rheinberg ein Haus mit Wohnungen für behinderte Menschen zu bauen

Sozialausschuss Rheinberg : Mehr Wohnungen für Menschen mit Behinderung

Im Rheinberger Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren ging es um den Bedarf an behindertengerechten Wohnungen. Ein Rheinberger möchte die Stadt in Kontakt mit einem Investor bringen.

Zu Beginn der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familien und Senioren in der Stadthalle meldete sich Wolfgang Mudersbach mit einem Anliegen zu Wort. Er lebe seit 20 Jahren in Rheinberg, berichtete er, „und ich bin seit 40 Jahren in Praxis und Theorie in der Behindertenarbeit tätig.“ Schon seit Jahren setze er sich zusammen mit der bald aus dem Ehrenamt scheidenden Schwerbehindertenbeauftragten Monika Echstenkämper dafür ein, dass in Rheinberg behindertengerechte Wohnungen geschaffen werden. „Jetzt habe ich einen Investor kennengelernt, der bereits in Wesel ein Haus mit behindertengerechten Wohnungen gebaut hat und ein weiteres bauen möchte“, so Mudersbach. „Er würde das gerne auf der linken Rheinseite tun, auch in Rheinberg, wenn die Stadt ihm ein passendes Grundstück verkaufen könnte.“ Noch sei der Mann nicht auf einen Standort festgelegt, wolle sich aber bald entscheiden. Deshalb dränge die Zeit.

Beigeordneter Dieter Paus zeigte Interesse und bot seine Unterstützung an. „Sagen Sie dem Investor doch bitte, dass er sich bei mir melden soll“, bat er Wolfgang Mudersbach. Paus wies allerdings darauf hin, dass die Stadt seit einem Jahr damit befasst sei, ein solches Wohnprojekt vorzubereiten. Und, so Dieter Paus: „Die Zahl der städtischen Grundstücke, die für eine solche Nutzung in Frage kommen, ist natürlich begrenzt.“

Erich Weisser (CDU) riet, die Verwaltung möge zunächst prüfen, wie hoch der Bedarf an solchen Wohnungen sei. Er vermutet nämlich, dass die Nachfrage nicht so groß ist. Das sah Peter Mokros von den Grünen anders: „Wir haben das Caritas-Wohnheim für Menschen mit Behinderungen am Außenwall“, sagte er. „Das ist immer voll belegt, es gibt lange Wartelisten. Das zeigt doch schon, wie groß der Bedarf an solchen Einrichtungen ist.“ Er regte an, den Leiter in eine Sozialausschusssitzung einzuladen.

Auch die anderen im Ausschuss vertretenen Fraktionen wollen das Thema gerne weiterverfolgen und waren mit diesem Vorschlag einverstanden.

(up)