Rheinberg: Ein Hoch auf Verdi, Wagner und die Oper

Rheinberg : Ein Hoch auf Verdi, Wagner und die Oper

Die Musikalische Gesellschaft Rheinberg freut sich auf zwei Konzertabende am 13. Januar und 24. März in der Stadthalle . Sie sind den beiden weltberühmten Komponisten gewidmet. Der Grund: Beide wurden vor 200 Jahren geboren.

Lore Rabe liebt die Oper. "Ganz besonders Don Carlos", sagt die Rheinbergerin, die sich als 1. Vorsitzende der Musikalischen Gesellschaft Rheinberg seit Jahrzehnten darum kümmert, dass hochwertige klassische Musik in der Stadt zu hören ist. Giuseppe Verdis großmeisterliches Werk nach Friedrich Schillers gleichnamigem Trauerspiel — dafür kann sich Lore Rabe erwärmen. Wenn dann auch noch der Spielort stimmt, ganz besonders. In der Arena von Verona zum Beispiel. "Dort habe ich schon 25 Aufführungen gesehen", schwärmt Vorsitzende Lore Rabe.

Fasziniert ist die Rheinbergerin auch von Richard Wagner. In Bayreuth konnte sie bisher dreimal die Schwere, die Düsterheit des Ring-Schöpfers live erleben. "Wobei ich nicht unbedingt ein Wagner-Fan bin", schränkt sie ein.

Beide — Verdi und Wagner — werden 2013 gefeiert, denn beide wurden vor 200 Jahren geboren. Der italienische Romantiker am 9. oder 10. Oktober in Le Roncole bei Parma, der deutsche Komponist, Dramatiker, Philosoph, Dichter, Schriftsteller, Theaterregisseur und Dirigent am 22. Mai in Leipzig. Und beiden widmet die Musikalische Gesellschaft musikalische Abende.

"Es wäre ja unverzeihlich, wenn wir diese großen Komponisten nicht würdigten", betont Lore Rabe und verweist auf das Neujahrskonzert ihres Vereins am Sonntag, 13. Januar, um 19 Uhr, in der Stadthalle. "200 Jahre Verdi — ein musikalisches Feuerwerk" lautet die Überschrift über diesen Abend mit Werken nicht nur von Verdi, sondern auch von Rossini, Lehár und Johann Strauß Sohn. Mitwirkende sind Viktoria Car (Sopran), Dietmar Sander (Bariton) und das Sinfonieorchester Werningerode. Leitung und Moderation übernimmt Christian Fitzner. Der Rheinberger Experte Michael Tegethoff nähert sich Verdi in einem Vortrag am Freitag, 18. Januar, 19.30 Uhr, im Stadthaus, Raum 249. Die größten und beliebtesten Werke des Opernkomponisten werden an diesem Abend betrachtet.

Der 200. Geburtstag Richard Wagners ist der Anlass für den musikalisch-literarischen Abend "Traum der ewigen Liebe — Richard Wagner und Mathilde Wesendonck" am Sonntag, 24. März, um 19 Uhr, in der Stadthalle. Susanne Risch (Sopran), Christoph von Weitzel (Bariton), Gregor Eckert (Sprecher) und Ulrich Pakusch (Klavier) zeichnen die Beziehung zwischen Wagner und Wesendonck nach, der die Nachwelt unter anderem den "Tristan" und große Teile des "Rings" verdankt.

Bereits am Freitag, 15. März, 19.30 Uhr, Raum 144 des Rheinberger Stadthauses, befasst sich wiederum Michael Tegethoff mit dem Thema Wagnergesang, wobei große Wagner-Interpreten aus Vergangenheit und Gegenwart in Tonbeispielen zu erleben sind.

(RP)
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