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Rheinberg: Ein ganz neues Fahrgefühl

Rheinberg : Ein ganz neues Fahrgefühl

Die RP hat zwei Trainings für das "FahrsicherheitsCentrum Rheinberg" in Millingen verlost – Sean Kreß (20) und Kevin Sernitz (22) haben sie gewonnen. Zusammen mit 14 anderen Teilnehmern begaben sie sich auf die Piste.

Sean Kreß und Kevin Sernitz haben ihre Fahrsicherheitstrainings über die RP gewonnen. Auf dem Gelände der Verkehrswacht in Rheinberg-Millingen nahmen sie jetzt zusammen mit 14 anderen Teilnehmern an einer Schulung teil. Kevin Sernitz fuhr einen mintgrünen Twingo, Sean Kreß einen silbernen Opel Vectra. Das restliche Starterfeld war ebenfalls bunt gemischt, was für die Autos wie für die Fahrer und das jeweilige Alter beider Gruppen gilt.

Bremsweg auf glatter Fahrbahn

Maike Langer hat seit zwei Jahren den Führerschein. Bezahlt hat ihn ihr Vater – mit der Maßgabe, ein Training zu absolvieren. Von dem Lehrgang war sie restlos begeistert: "Nach nur zwei Jahren kenne ich solche Situationen schon. Hier bekommt man ein Gefühl dafür, was für ein Unterschied zwischen 40 und 60 Stundenkilometern liegt", sagte sie bezogen auf den Bremsweg auf glatter Fahrbahn. Bei 60 km/h muss man so lange voll bremsen, dass der Fuß schon schmerzt. Dass Kraft dahinter steckt, dafür sorgte Fahrsicherheitstrainer Gerd Pohlmann. Der mittlerweile pensionierte Polizist leitet seit über 17 Jahren die Lehrgänge. Mit seiner humorvollen Art hat der die Teilnehmer schnell für sich gewonnen, vermittelt so fast nebenbei das notwendige Wissen im Umgang mit dem eigenen Fahrzeug.

Und das ist gefordert. Immer und immer wieder gibt er per Funk Anweisung, die Kraft am Pedal zu halten. "Druck, Druck, Druck!" rief er der Fahrerin eines roten Kleinwagens zu. Sie war erst vor kurzem in einen Unfall auf der Autobahn verwickelt und hat aktiv nach Möglichkeiten gesucht, sich auf solche Situationen besser vorbereiten zu können. Die meisten Teilnehmer haben den Kurs geschenkt bekommen.

Mit ABS-System

Die Laune ist bestens. Trotz trockener Materie wie der richtigen Sitzposition am Lenkrad trifft Trainingsleiter Pohlmann den Nerv der Fahrer. Als Erstes kamen die Bremsübungen auf nasser, dann auf glatter Fahrbahn, schließlich die µ-split genannte Bremsung auf unterschiedlich griffigen Belägen links und rechts. Das ist für die ABS-Systeme und Fahrer eine der schwierigsten Übungen, da das Fahrzeug ständig ausbrechen will. Ausgerechnet das ABS von Sean Kreß Vectra machte Probleme. Teilweise absolvierte er die Vollbremsungen mit stehenden Reifen.

Teilweise funktionierte das ABS. "Eigentlich das Schlimmste, was einem passieren kann, wenn man nicht weiß, welches System man zur Verfügung hat", gibt Pohlmann zu bedenken.

(DD)