Rheinberg: Ein Fotograf mit Blick für Details

Rheinberg : Ein Fotograf mit Blick für Details

"Blickwinkel" hat der Rheinberger Fotograf Johannes Kefferpütz seine Ausstellung benannt, die seit gestern in der Vitrine im Rheinberger Stadthaus-Foyer zu sehen ist. Im Privatarchiv des 55-Jährigen liegen etwa 2000 Bilder.

"Ich bin fast nie ohne Kamera unterwegs", sagt Johannes Kefferpütz. Wenn der Rheinberger mit seiner Fotoausrüstung loszieht, sind seine vier Hunde meist mit dabei. Was dem 55-Jährigen dabei an interessanten Motiven am Wegesrand auffällt, wird vor die Linse geholt. Doch nicht alle Bilder des Hobbyfotografen sind solche Zufallstreffer. Oft macht sich Kefferpütz auch ganz gezielt auf den Weg, um Gebäude in und um Rheinberg abzulichten. 31 seiner Fotografien sind ab sofort in der Vitrine im Stadthausfoyer zu sehen. "Ich habe ganz bewusst keine Beschriftung angebracht", sagt Kefferpütz. Der Betrachter soll sich selbst darüber Gedanken machen, was er da vor sich sieht. Bei den meisten Bildern fällt die Zuordnung nicht schwer. Auf einer Aufnahme ragt der mächtige Turm der St.-Peter-Kirche in den blauen Himmel. Ein anderes Foto schoss Kefferpütz vom schmiedeeisernen Toreingang am katholischen Pfarrhaus. Die Alte Kellnerei ist ebenso dabei wie das Underberg-Palais, die Alte Apotheke, der Kamper Hof oder die Ossenberger Mühle. Das Stadthausfoyer hat Kefferpütz gleich mehrfach aus verschiedenen Blickwinkeln fotografiert. "Blickwinkel" lautet auch der Titel der kleinen Vitrinen-Ausstellung. Auch viele Tieraufnahmen werden gezeigt. Auffällig bei vielen Bildern ist die starke optische Krümmung an den Rändern. Diese besondere Wirkung erzielt der Fotograf mit dem sogenannten Fischaugen-Objektiv, mit dem man auch auf engstem Raum alle Details festhalten kann. Die enorme Schärfe und die fast dreidimensionale Wirkung der Bilder sind der HDR-Technik zu verdanken, bei der drei verschiedene Aufnahmen digital miteinander zu einem Bild verschmolzen werden. Kefferpütz fotografiert mit einer digitalen Spiegelreflexkamera und ganz verschiedenen Objektiven. Eines seiner Steckenpferde ist die Industriefotografie, die in der Ausstellung aber eher am Rande vorkommt. "Blickwinkel" ist seine zweite Ausstellung nach der "Kunstwerkstatt" anlässlich der Local Heroes 2010 im Solvay-Werk, wo der Industriemeister seit 40 Jahren beschäftigt ist.

Geschätzte 2000 Bilder lagern in seinem privaten Archiv. "Die Fotografie ist mein liebstes Hobby. Es gefällt mir, kreativ zu sein und zu experimentieren", sagt Kefferpütz. Häufiger Gast ist der Besitzer einer Jahreskarte auch im Rheinberger "Terrazoo". Weitere Tieraufnahmen entstehen vor allem im Frühling und Sommer bei Spaziergängen in freier Natur.

(krsa)
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