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Alpen: Ein Ferientag im Veener Reitstall Dams

Alpen : Ein Ferientag im Veener Reitstall Dams

An der Wolfhagenstraße war schwer was los: 50 Kinder und 25 Helfer waren im Einsatz. Alles drehte sich um Pferde.

"Einen Schwarzen und einen Grünen kannst du noch annehmen", entschied Birgitt Dams nach einem kurzen Blick auf die Gruppenzettel, nachdem das größte Anmeldegedränge vorüber war. Rund 25 Helferinnen und Helfer waren im Einsatz, um die 50 Jungen und Mädchen, unterteilt in fünf Farbgruppen, an den einzelnen Stationen zu betreuen. Der Wunsch, einmal zu reiten oder einfach ein paar Stunden mit Pferd zu verbringen, hatte die meisten Teilnehmer angelockt. Angelina wollte durch den Nachmittag beim Reitstall Albers/Dams mehr über den Reitsport erfahren, wie sie erzählte. Der Wunsch wurde ihr erfüllt. Selber reiten, Pferdepflege oder Zirkuslektionen ließen auch die Herzen der Pferdefans Paula und Imke höher schlagen. Einige der jungen Amazonen wie Lea und Amelie reiten regelmäßig, andere sitzen nur gelegentlich im Sattel.

Für manche Teilnehmer war es der erste Ritt. Unter der Anleitung von Birgitt Dams erhielten die Kinder gruppenweise eine Reitstunde. Rücken gerade, Beine ran, Hände ruhig und nebeneinander halten, gar nicht so einfach an alles gleichzeitig zu denken, wenn man nicht zu den geübten Reitern gehörte. Da wurde auch schon mal die Bitte laut, dass es nicht so schnell gehen möge, bevor das Pferd sich überhaupt in Bewegung setzte. Hoch zu Ross ging es (am Führstrick) auch hinaus ins Gelände. Wer mehr von der Umgebung des Stalles sehen wollte, bekam bei der Planwagenfahrt die Gelegenheit dazu. Das machte Spaß, aber die Arbeit mit und am Tier reizte meist mehr. Fernando ließ sich das Kämmen seiner Mähne mit Engelsgeduld gefallen. Sogar wenn es mal ziepte. Das bekundete er allenfalls mit einem Kopfschütteln.

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Welche Utensilien aus dem Putzkoffer benutzt man wofür? Striegel, Wurzelbürste, Mähnenkamm und was sonst noch zur Pflege des Pferdes benötigt wird, lernten die Kinder an diesem Nachmittag nicht nur kennen, sie probierten es direkt aus. Spaß brachten zudem die Zirkuslektionen. Haflinger Vincent ließ auf Kommando von Betreuerin Daniela die Zunge aus dem Maul hängen. Unter ihrer Anleitung zeigte er bei Reiterin Janne auch den "spanischen Gruß", als diese ihr Bein vorstreckte und mit der langen Gerte sanft Vincents Vorderbein antippte.

Ein Stück weiter erklärte Lisa einigen Mädchen, wie man mit dem richtigen Stand und einigen Leckerbissen das Pferd dazu bringt, sich zu verbeugen. Ganz gleich an welcher Station die Kinder auch waren, den strahlenden Gesichtern war die Freude anzusehen. Für das Ende des Tages hatten sich die Initiatoren noch eine besondere Überraschung einfallen lassen. Als Erinnerung an den Pferdetag lag für jedes Kind ein Hufeisen bereit.

(rih)