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Alpen: Ein Aufzug für das Schulzentrum Alpen

Alpen : Ein Aufzug für das Schulzentrum Alpen

Die Sekundarschule hat andere Anforderungen, erfuhr der Bauausschuss. Großraumturnhalle muss saniert werden.

Haupt- und Realschule im Alpener Schulzentrum an der Fürst-Bentheim-Straße werden immer kleiner und stellen ihren Betrieb in drei Jahren ein, im gleichen Zuge wächst die 2012 gegründete Sekundarschule von Jahr zu Jahr. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen, wie in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses zu erfahren war. Kurzum: Die Gemeinde als Schulträger muss umbauen, was insbesondere auf die Inklusion zurückzuführen ist.

"Im Schulzentrum ist einiges in Bewegung", sagte CDU-Sprecher Markus Kellings. Für seinen SPD-Kollegen Dr. Armin Lövenich stand fest: "Ein neues Schulkonzept braucht ein neues Raumkonzept." Peter Nienhaus (Grüne) meinte: "Bei Inklusion sollten wir nicht nur an körperlich, sondern auch an geistig behinderte Kinder denken." Deshalb sollten sich pädagogisch geschulte Kräfte Gedanken machen - beispielsweise über ein Farbkonzept. Thomas Hommen (FDP) war nicht klar, warum für die Sekundarschule ein neues Raumkonzept her müsse: "Das sollte man uns bitte mal präsentieren. Denn wir möchten nicht, dass die gleichen Fehler gemacht werden wie beim Bau der Mensa, wo die Kosten förmlich explodiert sind." Thomas Ahls, der Bürgermeister, schlug vor, Schulleiter Tilman Latzel solle in der nächsten Sitzung des Schulausschusses seine Vorstellungen präsentieren. Man werde ihn dazu einladen.

Was genau im Schulzentrum umgebaut werden muss, steht noch nicht fest. Allerdings sei es unvermeidlich, für die Umsetzung der Inklusion einen Aufzug einzubauen, ebenso müssen Fluchtmöglichkeiten für behinderte Schüler geschaffen werden.

Investieren muss die Gemeinde auch ein paar Meter weiter: Die Großraumturnhalle am Alpener Sportplatz hat es bitter nötig. Schon 2013 war der Gymnastikraum renoviert worden. Deckenflächen und Wandverkleidungen hatten sich gelöst, die Fenster wurden ausgetauscht, Brüstungen aufgemauert. Dabei wurde deutlich, dass die komplette Halle samt Nebenräumen untersucht werden muss. Der beauftragte Architekt, Pierre Wettels, stellte zahlreiche Mängel fest. Malerarbeiten, Elektroinstallationen sowie Schreinerarbeiten haben Mitarbeiter des Baubetriebshofes bzw. die Hausmeister bearbeitet. Aber viele andere - beispielsweise die Sanitäranlagen - müssen von Fachfirmen beseitigt werden. Das kostet - 252 500 Euro, schätzt die Verwaltung.

Bei einer derart hohen Summe empfehle es sich, vor der nächsten Bauausschusssitzung am 18. November die Sporthalle zu besichtigen - so lautete die Anregung aus den Reihen der Politik. Ein Vorschlag, mit dem alle Beteiligten gut leben konnten.

(RP)