Alpen: Ehrentag für Alpens selbstlose Helfer

Alpen: Ehrentag für Alpens selbstlose Helfer

Am Wochenende würdigte die Gemeinde ihre Ehrenamtler. Bürgermeister Ahls dankte den freiwilligen Helfern. Jeder einzelne von ihnen trägt zu einem sozialen Miteinander bei.

Schlange stehen für das Ehrenamt, den Eindruck vermittelten die Gäste des Alpener Schulzentrums weit vor Beginn des traditionellen Ehrenamtstages. Mit der persönlichen Begrüßung per Handschlag von Bürgermeister Thomas Ahls und dem Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde begann der Abend, an dem Alpener Bürger für ihren selbstlosen Einsatz ausgezeichnet wurden.

Das Akkordeonorchester Veen sorgte für den musikalischen Rahmen. Das Gemeinwohl, das Achten und Helfen untereinander funktioniert hier. Für den stellvertretenden Landrat Josef Devers gilt der Ehrenamtstag als gesetzter Termin, wie er verriet. Ein besonderes Merkmal hatte er für Alpen ausmachen können: Menschen engagieren sich lange nach ihrem Berufsleben für das Ehrenamt, das er als sichere lokale Säule bezeichnete. "Etwas tun, wo nichts verdient werden kann, zahlt sich aus", so Devers.

Für Bürgermeister Ahls ist der Ehrenamtstag zugleich eine positive Bilanz, die bestätigt, die Alpener Gemeinde hat dank bürgerschaftlichem Engagement ein menschliches Antlitz. Rein statistisch gesehen sind es pro Tag zwei Stunden, sieben Minuten, die Menschen ins Gemeinwohl investieren. Bei der Vorbereitung auf seine Rede bat Ahls "Professor Google" um Rat und fand Hilfe bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Der hatte bei anderer Gelegenheit in alten Fotoalben geblättert und festgestellt, wie viele Menschen im Ehrenamt ihn seit Kindertagen, beispielsweise im Fußballverein, begleitet haben. "Auf dem Platz habe ich Freundschaften geschlossen, die halten bis heute. Im Verein lernte ich, wie wichtig die sind, die sich um mehr kümmern als um sich selbst", so Ahls, der die Ehrengäste auf die Bühne bat und ihre Arbeit in ganz unterschiedlichen Bereichen würdigte.

Wie Monika Lamkewitz vom Vorstand des Kinderhilfswerkes Gomel, die sich um Kleiderkammer wie Betreuung der Feriengäste kümmert. Alfred Möller mit mehr als 80 Lebensjahren zieht sich aus der direkten Vorstandsarbeit beim Sportverein Menzelen zurück. Siegfried Remy hilft Bürgern aus Menzelen, Bönning-Rill und Drüpt im Alltag. Herbert Nawarotzki ist die Geheimwaffe des Schwimmvereins und bei regelmäßigen Arbeitseinsätzen tätig wie spontan, wenn ein schneller Reparatureinsatz notwendig ist. Dr. Robert Moog leitet den Verein für Geschichte und Brauchtum Menzelen und hat sich unter anderem beim Projekt Restaurierung der Dorfschmiede engagiert. Waltraud Angenendt ist beim Kirchenchor St. Ulrich Alpen als Notenwartin tätig. Maria Körwer-Schellen bringt sich in die Arbeit mit Geflüchteten ein. Klaus Podday ist seit 1975 Mitglied des Reit- und Fahrvereins "Sankt Georg Alpen" und hat seit 28 Jahren als erster Vorsitzender das Vereinsleben geprägt. Wiltrud Tönnis ist seit Jahren in der Kirche als Lektorin und Kommunionhelferin tätig. Dieter Knetsch ist seit 42 Jahren in vielen Positionen in der Fußball-Abteilung von Viktoria Alpen aktiv. Heinz-Gerd Giesen engagiert sich seit 40 Jahren im Martinskomitee in Veen als Haussammler, steigt als Martinsdarsteller aufs Pferd und führt den Laternenzug in ruhiger und besonnener Art an.

(RP)