Rheinberg: Drückeberger helfen krebskranken Kindern

Rheinberg: Drückeberger helfen krebskranken Kindern

Benefizaktion im Studio Fit-Line am Bahnhof: Kevin Zimmer stemmt 150 Kilo für den guten Zweck.

Das war mal eine echt starke Aktion, die sich Kai Hochstein da hat einfallen lassen. Der Betreiber des Rheinberger Fitnessstudio "Fit-Line" forderte am Sonntag seine stärksten Kunden zu einem Wettbewerb im Bankdrücken heraus. Auf dem Rücken liegend, galt es bei dieser Übung möglichst viel Gewicht in die Höhe zu drücken. Zehn Euro Startgeld musste jeder Teilnehmer bezahlen, als Preise winkten Pakete mit Nahrungsergänzungsmitteln.

Zehn Euro für den guten Zweck, denn der Erlös kommt der deutschen Kinderkrebshilfe zugute. Nachdem es zunächst danach aussah, als ob das winterliche Wetter dem Organisator einen Strich durch die Rechnung machen sollte, standen schließlich doch zehn starke Männer bereit. Vor dem Start mussten die Teilnehmer auf die Waage, um die Einordnung in drei Gewichtsklassen vornehmen können. Diesen Gang hätten sie sich allerdings sparen können, alle starteten in der Klasse über 95 Kilogramm.

Für Marvin Tratler ist das Bankdrücken Routine: "Das gehört mit Kreuzdrücken, dem Gewichtheben aus dem Stand und Kniebeugen zu den Grundübungen." Da verwundert es wenig, dass der Rheinberger gleich mal 120 Kilogramm vorlegte. Das sollte in der Endabrechnung zu einem respektablen dritten Platz reichen. Zweiter wurde Tobias Springer mit satten 135 Kilogramm hinter Kevin Zimmer, der seine Mitstreiter mit 150 Kilogramm Eisen auf der Stange klar distanzierte.

Das bemerkenswerteste daran: Während seine Konkurrenten regelmäßig üben, kam Zimmer eher zufällig an dem Studio am Bahnhof vorbei. "Mein Sohn Faris wollte Schlitten fahren, da habe ich davon erfahren", erklärte der Lkw-Fahrer. Das letzte Training liegt lange zurück, bekennt der 29-jährige: "Das war vor der Geburt meines Sohnes vor dreieinhalb Jahren. Damals habe ich damit regelmäßig meine Rückenmuskulatur trainiert, kam auf 180 Kilogramm im Drücken."

Am Ende war es den Kraftprotzen aber gleich, welche Platzierung für sie rausgesprungen ist, alle wollten einfach nur helfen. Kai Hochstein war mit der Premiere zufrieden und denkt bereits weiter: "Im kommenden Sommer wollen wir auf jeden Fall wieder eine Aktion starten."

(erko)