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Rheinberg: Drittes Logistikzentrum als Abrundung

Rheinberg : Drittes Logistikzentrum als Abrundung

Der Rheinberger Bau- und Planungsausschuss diskutierte gestern Abend über den geplanten Amazon-Ersatz-Parkplatz.

Vertreter der Stadt Rheinberg und des Unternehmens Havi-Logistics haben gestern auf der Baustelle an der Straße Minkeldonk den symbolischen ersten Spatenstich für das 12 000 Quadratmeter große Logistik-Zentrum vorgenommen. Torsten Könning vom Investor Goodman sagte, er sei erfreut darüber, dass man ein sehr schönes und ungewöhnliches Logistik-Gebäude bauen dürfe. Es ist nach Amazon und DHL schon das dritte - diesmal auf einer rund 29 000 Quadratmeter großen Fläche, die Goodman schon seit längerem gehört. Mit der Erteilung der Baugenehmigung rechne man noch in dieser Woche.

Das Duisburger Unternehmen Havi-Logistics wird die Immobilie für zunächst zehn Jahre mieten. Havi-Logistics-Geschäftsführer Torsten Oldhues sagte, das Unternehmen gelte als der führende Logistiker in der Systemgastronomie. Neben Kunden wie McDonald's oder Nordsee wird von Rheinberg aus bald ein weiterer Großkunde beliefert. Wer das sein wird, könne man aber noch nicht verraten. Oldhues: "Wir konnten an unserem Standort in Duisburg-Rheinhausen nicht weiter expandieren und sind froh, in Rheinberg fündig geworden zu sein. Rheinberg liegt für uns ideal: nicht weit von Duisburg entfernt und gut angeschlossen." In der Anfangszeit sei mit etwa 30 Lkw-An- und Abfahrten pro Tag zu rechnen.

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Das neue Logistikzentrum - es soll im Sommer seinen Betrieb aufnehmen - war gestern Abend auch Thema im Rheinberger Bau- und Planungsausschuss. Beigeordneter Dieter Paus teilte dem Gremium Details dazu mit. Im Mittelpunkt stand jedoch der geplante Ausweich-Parkplatz für Amazon, den ebenfalls Goodman zwischen dem Semper-Idem-Haus und der B510-Brücke bauen möchte - als Ersatz für die Parkfläche, auf der nun die neuen Lagerhallen gebaut werden. Gegen den Parkplatz sei nichts einzuwenden, betonte CDU-Mann Josef Devers. Er bat die Stadt, mit Goodman zu verhandeln, ob man einen Teil des Parkplatzes nutzen könne, um die Situation an der Hubert-Underberg-Allee zu entzerren. Dieter Paus sicherte zu, sich darum zu kümmern. Joachim Schmitz (SPD) erkundigte sich nach der Zufahrt zu diesem neuen Parkplatz. Er werde von der Alten Landstraße aus zu erreichen sein - gleich gegenüber der Amazon-Straße. Hans-Peter Götzen (FDP) machte sich Gedanken zu der Fußgängerbrücke über die Alte Landstraße. Er befürchtet ein Sparmodell, das sicher nicht den Charme der Golden-Gate-Bridge haben werde, Die Kosten für den Parkplatz - danach fragte Jürgen Bartsch (Grüne) - trage komplett der Investor und nicht die Stadt.

(RP)