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Drängelgitter werden weiter auseinandergestellt

Sozialausschuss in Rheinberg : Besseres Durchkommen für Rollstühle und Rollatoren

Im Sozialausschuss ging es um die Neuausrichtung der Schwerbehindertenarbeit in Rheinberg und um den Jahresbericht der Beauftragten Monika Echstenkämper. Sie hatte unter anderem moniert, dass es für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator manchmal kein Weiterkommen gebe.

Bisher habe sich noch niemand gemeldet, der sich künftig ehrenamtlich um die Schwerbehindertenarbeit in Rheinberg kümmern möchte. Das sagte Azra Zürn, Leiterin des Fachbereichs Jugend und Soziales bei der Stadt, im Ausschuss für Soziales, Familien und Senioren. Wie berichtet, will Monika Echstenkämper sich allmählich zurückziehen. Die 74-jährige Alpsrayerin hat sich 15 Jahre lang als Schwerbehindertenbeauftragte engagiert. Sie erhielt im Ausschuss von der Verwaltung und aus den Reihen der Fraktionen sehr viel Anerkennung und Dank für ihren langjährigen Einsatz. „Sie haben immer sehr konstruktive Gespräche mit den Mitarbeitern aus den verschiedenen Fachbereichen geführt“, unterstrich der Technische Beigeordnete, Dieter Paus.

Künftig soll es einen Beirat als Vertretung für die Anliegen von Menschen mit Schwerbehinderungen geben, um die Arbeiten auf mehrere Schultern zu verteilen. Azra Zürn sagte, man werde jetzt öffentlich darauf hinweisen, dass Interessenten gesucht werden. Das habe bei der Besetzung des Seniorenbeirats funktioniert und werde sicher auch jetzt wieder klappen.

Echstenkämper hatte dem Sozialausschuss ihren Jahresbericht vorgelegt, zu dem es vereinzelte Nachfragen gab. So interessierte sich Ulla Hausmann-Radau (Grüne) für die Anregung, am Café Sahnehäubchen (Ecke Gelderstraße/Innenwall) einen Behindertenstellplatz einzurichten. „Man könnte die Straße dort einspurig machen“, so Hausmann-Radau. Dieter Paus wies darauf hin, dass die Sraße vor dem Café momentan eine leichte Kurve nehme. Das mache das Aussteigen aus dem Auto auf der Seite des fließenden Verkehrs gefährlich. Zudem sei die mögliche Umgestaltung des Knotenpunkts Gelderstraße/Bahnhofstraße/Außenwall/Innenwall am Donnerstag Thema in der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses. „Ich hoffe, dass dort eine Entscheidung gefällt wird“, so der Chef der Bauverwaltung. „Denn der Antrag auf Fördergelder muss bis zum 15. Januar gestellt werden.“

Im Jahresbericht hatte Monika Echstenkämper auch auf die Drängelgitter an den Wegen entlang der Fossa und am Friedhof Bezug genommen. Die versetzt stehenden Barrieren sollten so aufgestellt werden, hatte sie angeregt, dass auch Rollstühle vorbei könnten. Sie stehen offenbar zu eng. Dazu wollte Ulla Hausmann-Radau gerne die Meinung der Verwaltung hören. „Wir haben in der Innenstadt damit begonnen, die Gitter weiter auseinanderzusetzen, so dass auch Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren oder Fahrer von Lastenrädern durchkommen können. Das birgt natürlich die Gefahr, dass auch der eine oder andere mit seinem Moped oder Motorrad durchfährt“, so Dieter Paus. Die Gitter werden nach und nach umgesetzt.