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Rheinberg: Dörfer mit Zukunft

Rheinberg : Dörfer mit Zukunft

Wallach und Ossenberg machen mit beim Kreiswettbewerb. Dienstag Nachmittag nahm die Wertungskommission die beiden Rheinberger Ortsteile unter die Lupe.

"Wir sind das Salz in der Suppe in der Gemeinde und ohne uns geht nichts" — fröhlich singend, bekundeten Kindergartenkinder aus Ossenberg, dass der Rheinberger Ortsteil eine lebendige und sehr aktive Dorfgemeinschaft ist. Sie winkten mit selbst gebastelten farbenfrohen Windmühlen und verwiesen so auf das historisches Bauwerk, das das Ortsbild bestimmt.

 Die Kinder des Kindergartens St.-Mariae Himmelfahrt unter der Leitung von Myriam Pockrandt hießen die Jury gestern mit einem hübschen Lied in Ossenberg willkommen.
Die Kinder des Kindergartens St.-Mariae Himmelfahrt unter der Leitung von Myriam Pockrandt hießen die Jury gestern mit einem hübschen Lied in Ossenberg willkommen. Foto: ARmin Fischer

Herzstück

Der Auftritt auf dem neuen Dorf- und Spielplatz hatte einen besonderen Grund: Die Bewertungskommission im Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" machte Halt. Dank einer großzügigen Spende von 50 000 Euro von Solvay konnten zahlreiche Vereinsvertreter den Dorfmittelpunkt realisieren. Interessiert schaute die Kommission sich um, begutachtete Spielgeräte und Brunnen als Herzstück.

Auf dem Platz finden Sommer- und Kartoffelfeste statt, der Maibaum wird gesetzt und großer Beliebtheit erfreut sich der Martini-Markt. Schloss Ossenberg war die erste bedeutende Besiedlung, die einstige Grafenfamilie wie auch die herzogliche Familie, die heute hier residiert; als sakrales Kleinod beeindruckte die dazugehörige Schlosskapelle. Schon auf dem Weg nach Ossenberg bewährte sich Karl Caniels im Bus als Moderator für alle 20 Ossenberger Vereine.

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Auch Wallach bewarb sich im Kreiswettbewerb. Hans-Joachim Günther, Präsident der Bürgerschützen "Wilhelm Tell", zeigte bei der Rundreise durch den Ort am Rheindeich, dass sich gerade hier die Infrastruktur sehr positiv entwickelte. Von rund 140 Wohneinheiten, die südlich der Wallacher Straße konzipiert sind, steht schon eine ansehnliche Zahl an schmucken Eigenheimen.

Das neue Gemeindehaus der ev. Kirchengemeinde befindet sich im Rohbau. Die Kirche gibt es seit dem 16. Jahrhundert. Auf Initiative vom Bürgerschützenverein entstand vor einigen Jahren der neue Dorfplatz, wo die Bürgerschützen die "Alte Schule" als Treffpunkt restaurierten. "Das ist klein, aber fein", lautete der spontane Zuspruch der Kommission, die hier eine kleine Kaffeepause bei selbst gebackenem Kuchen einlegten.

Denkmal des Ehrenamtes

In der Vereinsarbeit sah der Präsident Günther große Chancen, um mit Dynamik und Erfahrung die Tradition zu fördern. Die "Alte Schule" sei Denkmal des Ehrenamtes, so, bevor er mit der Kommission ein Heimatlied anstimmte, deren Verse er gedichtet hatte. Erst sang man zögerlich mit, dann wurden alle mutiger. Am Ende gab's Applaus für die Wallacher.

(wawi)