Die Stadt Rheinberg richtet Stelle für Pflegeberatung ein

Sozialausschuss : Rheinberg richtet Stelle für Pflegeberatung ein

Die demografische Entwicklung sorgt dafür, dass immer mehr ältere Menschen eine Pflege in Anspruch nehmen müssen. Die geburtenstarken Jahrgänge, die sogenannten „Babyboomer“, werden die Situation weiter verschärfen.

Bereits vor etwa zehn Jahren hat der Kreis auf diese Entwicklung reagiert und eine Vereinbarung mit den angeschlossenen Kommunen über die trägerunabhängige Pflegeberatung für Betroffene und deren Angehörige ins Leben gerufen. In Rheinberg wird diese Beratung derzeit im Sachgebiet Soziales und Integration durch Verwaltungskräfte angeboten. Damit erfolgen Beratung und Leistungsgewährung von derselben Person, Interessenskonflikte sind also programmiert.

„Der Kreis ist mit dieser Ausführung nicht zufrieden, wünscht sich eine Qualitätsverbesserung“, erklärte die Beigeordnete Rosemarie Kaltenbach in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familien und Senioren. Mit der Einrichtung einer Teilzeitstelle für die trägerunabhängige Pflegeberatung will die Stadt diesem Wunsch nun vom kommenden Jahr an entsprechen.

Eine Anlaufstelle für Anbieter von Pflegeleistungen soll damit aber nicht entstehen. „Wir werden uns natürlich vernetzen, aber gerade die Unabhängigkeit ist elementar wichtig. Pflegende Angehörige brauchen unsere Unterstützung“, so Kaltenbach. Durch eine fest verankerte Pflegeberatung soll ein längerer Verbleib älterer oder pflegebedürftiger Menschen im bisherigen häuslichen Umfeld unterstützt werden.

Mögliche Hilfestellungen können die Organisation von Pflege und Betreuung sowie hauswirtschaftlicher Hilfen, die Einrichtung eines Hausnotruf-Services oder eine Demenzberatung betreffen. Auch bei Fragen zur Einrichtung barrierefreier Wohnungen oder einem Mahlzeitendienst finden Rheinbergs Senioren und ihre Angehörigen künftig im Stadthaus einen kompetenten Ansprechpartner. Und wer nicht mehr mobil ist, darf dieses Angebot auch zu Hause in Anspruch nehmen.