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Die Senioren ließen es im Schützenhaus in Menzelen närrisch krachen

Karneval in Menzelen : Mit der „Wippöttus“ auf närrischer Kreuzfahrt

Bei der Karnevalssitzung für Senioren in Menzelen ging es mit Tänzen und Büttenreden lustig zu.

Der Senioren-Treff Menzelen-West hatte zum Kaffeeklatsch und Karneval eingeladen. Leo Raskopp und Helene Zabel führten durchs Programm, begrüßten die Besatzung des Narrenschiffs „Wippöttus“, Käpt’n Hans-Gerd van Linn und Zahlmeister Erich van Bebber mit seiner Crew. Ferner konnten sie Admiral Edgarus van Giesensis (Ortsvorsteher Edgar Giesen) als Gast auf der Brücke willkommen heißen. Der überbrachte eine frohe Botschaft: Allen Anwesenden wird die Grundsteuer fürs ganze Jahr erlassen. Gejohle im Saal.

Nach ein paar Schunkelwalzern waren die Senioren schnell in guter Stimmung. Kapellmeister Sir Ralph (Rolf Trost) begleitete als Eisbrecher Herbert Oymann als Rockopa in die Bütt. Er berichtete aus der „Mitte des Lebens“. Er befindet sich zur Zeit auf Abschiedstournee. Aber nur vielleicht, so Leo Raskopp. Howard Carpendale sei auch wieder zurückgekommen.

Anja Tinnefeld erzählte als Anneliese davon, „wie das so ist mit dem Altwerden“ und was man ab 80 Jahren alles machen darf. Eine gestresste Hausfrau (Helene Zabel) wollte mal ausspannen vom Alltagstrott und eine Wallfahrt nach Kevelaer machen. Sie stieg in den falschen Zug ein und landete im Wallfahrtsort Königswinter. Wenn man unbedingt ein Auto will, weil der Nachbar auch eins hat, kann es auch ein schrottreifer Trabi sein. Nicht immer lustig, wie Leo Raskopp erzählte, wenn man mit Oma und Opa samt Dackel auf Sonntagsausflug ist. Das warf die Frage auf, wie Trabi auf Französisch heißt. Na klar, „Carton de blamage“.

Wie immer ein Brüller im Saal: Sascha Angenendt als Heinz Erhardt-Double, „jünger und fast besser als das Original“. Er musste einige Zugaben nachlegen, bevor ihn das närrische Publikum entließ. Fritz Nühlen setzte noch einen oben drauf. Er erzählte auf Platt übers Pöffen und Schmoken von Zigärkes on Pippkes. Man konnte den Qualm förmlich riechen. Zum Schluss hatte sich seine Tollität Prinz Dupi I. mit den Tanzmariechen Maren und Mareike samt Gefolge sowie dem Vorstand der KVG Hand in Hand angesagt. Nun gab’s kein Halten mehr bei der Sitzung. Es wurden Orden und Bützchen verteilt.

(RP)