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Die Rockband Bröselmaschine spielt im Schwarzen Adler in Rheinberg

Konzert von Bröselmaschine in Rheinberg : Seit über 50 Jahren dabei: „Das ist ein Geschenk“

Der Gitarrist Peter Borsch spricht über den Auftritt von Bröselmaschine, einer der dienstältesten deutschen Rockbands, im Schwarzen Adler.

Peter Bursch und seine Band Bröselmaschine aus Duisburg gastieren am Samstag, 15. Februar, 20 Uhr, im Schwarzen Adler in Vierbaum. Karten gibt es noch im Vorverkauf und auch an der Abendkasse. Die RP hat sich mit Peter Bursch unterhalten.

Sie sind nicht zum erst mal im Schwarzen  Adler. Was verbinden Sie mit dem Kulturlokal?

Peter Bursch Sehr viel. Für mich ist der Adler einer der schönsten Clubs weit und breit. Ich habe schon mehrmals dort gespielt und habe auch einige große Musiker dort live gesehen. Joe Bonamassa oder Jasper van’t Hoff zum Beispiel.

Die Bröselmaschine zählt zu den ältesten deutschen Bands, im Herbst 1968 haben Sie die Band mit Freunden gegründet. Wie war die Stimmung damals?

Bursch Damals gab es eine große Aufbruchstimmung. Wir haben 1968 bei den Essener Songtagen gespielt, da haben wir zu ersten Mal Frank Zappa gesehen, und wir haben Bands wie Amoon Düül oder Guru Guru kennengelernt, mit denen uns bis heute eine Freundschaft verbindet.

Die Börselmaschine war damals viel unterwegs.

  • Wildes Holz im Schwarzen Adler (v.l.):
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  • Die beiden Auszubildenden (v.l.) Jan Lehmkuhl
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  • Die Wolkenblick-Mütter Steffi Selzer (v.l.), Janine
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Bursch Das kann man wohl sagen. Wir haben nicht selten 150 Konzerte pro Jahr gegeben. Nicht nur in Deutschland. Einmal haben wir mit Pink Floyd in England zusammen gespielt, da haben wir zum ersten Mal eine richtige P.A., eine Beschallungsanlage gesehen, der Mischer saß mit seinem Pult mitten im Publikum. Das kannte man in Deutschland noch gar nicht.Später haben wir der Band Uriah Heep, mit denen wir getourt sind, unsere erste P.A. abgekauft.

Seit einigen Jahren sind alte deutsche Bands wie Bröselmaschine wieder mehr gefragt. Woean liegt das?

Bursch Ein Auslöser war eine Rickpalast-Serie im Fernsehen über Krautrock, die deutsche Musik jener Zeit. Davon haben w8r auch profitiert. Zum 50-jährigen Bandbestehen haben wir alte Aufnahmen, die wir in legendären Studions von Conny Plank oder Dieter Dierks aufgenommen habe, durchforstet und haben sie neue herausgegeben. Die Leute mögen das.

Was spielt Ihre Band heute?

Bursch Wir haben damals alles Mögliche ausprobiert, Blues und Heavy-Rock, aber auch Irish Folk und Sitar-Musik. Durch unsere Improvisationen wurde es oft auch psychedelisch. Aber wir sind als Band nie stehengeblieben und habe uns immer weiterentwickelt.

Durch Ihre Gitarrenlehrbücher haben Sie den Beinamen „Gitarrenlehrer der Nation“. Nervt Sie das?

Bursch Nein, keineswegs. Ich habe ja auch eine Musikschule. Ich muss nicht unterrichten, aber ich möchte unterrichten. Das und die Tatsache, dass wir in unserem Alter noch immer unsere eigene Musik sogar in den USA spielen können, empfinde  ich als großes Geschenk.