Positive Bilanz am Niederrhein Die Leader-Region wächst zusammen

Sonsbeck · Von ursprünglich 1,8 Millionen Fördermitteln ist nur noch eine halbe Million im Topf. Im neuen Jahr soll entscheiden werden, wie’s weitergehen kann.

 Die Leader-Akteure Kristin Hendriksen, Eike Schultz, Beate Pauls und Leo Giesbers blicken zufrieden zurück und zuversichtlich nach vorn.

Die Leader-Akteure Kristin Hendriksen, Eike Schultz, Beate Pauls und Leo Giesbers blicken zufrieden zurück und zuversichtlich nach vorn.

Foto: Fischer, Armin (arfi)

Auch für die Leader-Region war das Jahr sehr besonders. Der Leader-Prozess, der von der Bürgerbeteiligung lebt und für den die Vernetzung von Akteuren zentral ist, musste umorganisiert werden. Veranstaltungen haben hauptsächlich digital stattgefunden. Am Jahresende zieht der Vorstand von „Niederrhein: natürlich lebendig“ dennoch eine deutlich positive Bilanz.

Seitdem das Regionalmanagement vor gut vier Jahren seine Arbeit aufgenommen hat, sind 21 Projekte bewilligt worden: sei es der auf einen E-Antrieb umgerüstete Nibelungen-Express in Xanten, die Projektreihe „Bunt statt Grau“, die für klimafreundliche Vorgärten wirbt, oder der Walderlebnispfad Bönninghardt, der im Frühjahr eröffnet wird. Im laufenden Jahr konnten mit den Projekten „Slow Motion“, „Kletterturm Klimpansen“ und „Inselbrot Wardt“ auch Projekte gefördert werden, hinter denen ein Verein steht.

„Wir wissen jetzt, wie wir die Projekte effektiv umsetzen können“, sagt Regionalmanagerin Kristin Hendriksen. „Es hat ein Entwicklungsprozess auf allen Ebenen stattgefunden, die Rahmenbedingungen wurden stetig verbessert“, ergänzt Beate Pauls. Das Ergebnis könne sich sehen lassen: Bis zum Jahresende sind weitere zehn Projekte mit einem Gesamtwert von rund 850.000 Euro umgesetzt oder bewilligt worden.

Die bisher bewilligten Projekte binden knapp 70 Prozent der Mittel, die für die aktuelle Förderphase zur Verfügung stehen. Rund 540.000 Euro der ursprünglich 1,8 Millionen Euro sind noch nicht gebunden. Jedoch ist auch der Betrag bereits verplant und soll im nächsten Jahr unter anderem in den Bau eines Pumptracks in Rheinberg und in die Neugestaltung der Außenanlagen der Europaschule in Rheinberg fließen.

„Uns ist ein ausgewogener Mix aus kommunalen und vereinsgetragenen Projekten gelungen“, bilanziert Vorsitzender Leo Giesbers. „Besonders freut uns, dass zahlreiche große Projekte für Kinder und Jugendliche umgesetzt werden konnten.“

Im neuen Jahr wird eine weitere Fördermöglichkeit aufgelegt, die besonders Vereine und ehrenamtliche Initiativen adressiert: die Kleinprojektförderung. Hiermit können Projekte mit Gesamtkosten von bis zu 20.000 Euro zu 80 Prozent gefördert werden. Mitte Januar gibt es online weitere Informationen unter www.leader-niederrhein.de. „Wir hoffen, damit gerade die kleinen Ideen fördern zu können, die oft so wertvoll sind für das Miteinander in unserer ländlich geprägten Region“, heißt es dazu aus den vier Rathäusern.

Die aktuelle Förderphase läuft noch bis Ende 2022. Ob sich die Region auch für eine Fortsetzung bewirbt, soll im kommenden Jahr entschieden werden. „Die Region und die Strukturen haben sich wunderbar entwickelt“, findet Leo Giesbers. Er würde es sich wünschen, nahtlos an die erfolgreiche Arbeit anknüpfen zu können, „um die Region mit tollen Projekten noch lebenswerter zu machen“.

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