Die Grünen wollen mit der Forderung nach bezahlbarem Wohnen punkten

Kommunalwahlkampf in Alpen : Grüne laden wieder ins „kleine Wohnzimmer“ ein

Die Grünen wollen mit ihren Forderungen für den Investoren-Wettbewerb am Willy-Brandt-Platz Wähler überzeugen.

Es ist Wahlkampfzeit. Die Grünen laden wieder an ihren Infostand, den sie am Freitag, 13. Dezember, von 14 bis 17 Uhr wieder im kleinen „Alpener Wohnzimmer“ gegenüber vom Rathaus aufbauen werden. Dort wollen sie vor der abschließenden Sitzung des Rates in diesem Jahr über ihre Anträge und aktuelle politische Themen informieren. Der Gemeinderat kommt am Dienstag, 17. Dezember, um 18 Uhr im Rathaus zusammen. Da bringt Kämmerin Andrea Wessel den Haushalt für 2020 ein.

Neben den im Rat behandelten Themen sollen im Wohnzimmer auch die Ergebnisse der zurückliegenden Fachausschüsse diskutiert werden, so Grünen-Vorsitzender Peter Nienhaus. Unter anderem wollen die Grünen ihren Vorschlag zum Investorenwettbewerb zur Entwicklung des Willy-Brandt-Platzes erläutern. Ihre Forderung nach Festschreibung einer Quote von 30 Prozent an gefördertem Wohnraum, der erneut keine Mehrheit fand, soll Thema sein. Auch wenn der Anbieter beim ersten Anlauf hier ein Angebot gemacht habe, sei das nicht zwangsläufig eine Garantie, dass Investoren das auch im zweiten Anlauf wieder machen werden. „Es braucht nur ein Investor mehr Geld für das Grundstück zu bieten und schon könnte dieses Kriterium rausfallen“, so die Befürchtung der Grünen.

Außerdem werten sie die Ablehnung der Idee, beim Bau nachhaltige Baustoffen wie Recylingbeton oder Holz vorzuschreiben, als ein Zeichen, dass die anderen Parteien ihre eigene Resolution gegen weiteren Kiesabbau auf den eigenen Baustellen nicht ernst nähmen. „Ohne alternative Baustoffe wird die Kiesindustrie weiter darauf drängen, neue Abgrabungsflächen auszuweisen“, so Nienhaus.