Die Gemeinde Alpen stellt sich im Internet mit einem Imagefilm vor

Imagefilm fürs Internet : Oh, wie schön ist Alpen

Arno Ingenlath hat einen Imagefilm über die „begeisternde Gemeinde“ gedreht. Den Acht-Minuten-Streifen kann man sich auf der Homepage der Gemeinde und auf YouTube ansehen.

In bewegten Social-Media-Zeiten ist es gut, die Kanäle für sich zu nutzen und sie selbst zu bespielen. Die Gemeinde Alpen tut das. Jetzt auch in bewegten Bildern. Seit dem Jahreswechsel stellt sich die „begeisternde Gemeinde“ in einem Imagefilm vor und präsentiert sich dem Betrachter von seinen schönsten Seiten. Der Streifen ist 7,56 Minuten lang. Man kann ihn sich übers Internet auf der Homepage www.alpen.de oder auf YouTube anschauen. Filmemacher ist Arno Ingenlath.

Dabei kommt der 66-Jährige eigentlich gar nicht vom Film. Er leitet das Sachverständigenbüro Gesa, mit sieben Mitarbeitern seit rund 15 Jahren ansässig an der Weseler Straße. Spezialgebiet: Dokumentation, Aufklärung und Abwicklung von Schäden, die auf industrielle Produktion zurückzuführen sind. Schornsteine sind die hochragenden Objekte, die Gesa professionell inspiziert. Im Alpen-Film sind’s die Kirchtürme.

„Wir haben halt die technische Ausrüstung, die es für ein solches Projekt braucht“, sagt Ingenlath in nüchterner Bescheidenheit. Spitzenkameras, Hochleistungsdrohnen und Aufbauten, die auch in Bewegung hochauflösende, ruckelfreie Bilder garantieren. Ingenlath hat die Gemeinde für ihren Internetauftritt öfter mal mit Fotos beliefert. Da lag der nächste Schritt förmlich auf der Hand. Schließlich hatte der Alpener Unternehmer schon bei Filmen über die Weseler Niederrheinbrücke oder über den Xantener Dom, den er für den WDR gedreht hat, Können auf fachfremdem Gebiet nachgewiesen. Da jedoch als Kameramann.

Bezaubernde Flusslandschaft: Die Gesa-Männer montierten ihre Kamera auf ein Bötchen, das sie auf der Alpschen Ley fahren ließen. Foto: Gsa/Gesa

Diesmal hat er mit Wirtschaftsförderin Petra Romba und André Emmerichs, Media-Mann im Rathaus, das Drehbuch geschrieben, um alle wesentlichen Facetten der niederrheinischen Gemeinde und ihrer Ortsteile ansprechend ins bewegte Bild zu rücken. Das ist, um es vorweg zu nehmen, gelungen.

Los geht’s mit einer Fahrt über die Burgstraße. Dazu hat der Filmemacher eine Kamera ruckelfest aufs Kühlerblech seines Autos montiert, um den Zuschauer mitzunehmen auf seine Ortsdurchfahrt. Die gibt einen ersten Eindruck vom Dorf, offenbart zugleich aber schlummerndes Verschönerungspotenzial. Eindrucksvoll wird’s, wenn’s hoch in die Luft geht, weit über die Kirchtürme hinaus. Der Blick auf das „grüne Band“ tief im Westen ist imponierend schön. Bei Aufnahmen mit der Drohne im Ort, so berichtet der Filmemacher, hat Dorfpolizist Andreas Mötter als Helfer des Teams für Sicherheit am Boden gesorgt.

Drehbuchtautoren (v.l.): Kameramann Arno Ingenlath sowie Öffentlickeitsarbeiter André Emmerichs und Wirtschaftsförderin Petra Roma. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Abenteuerlich der Dreh auf der Alpschen Ley unterhalb des Parkplatzes an der Haagstraße. Hier hat Ingenlath seine Kameras auf ein Bötchen montiert, wie Angler es nutzen, um ihre Köder auszulegen. Entstanden sind atemberaubend schöne Bilder einer Flusslandschaft, wie viele sie noch nie gesehen haben. Eindrucksvoll auch die Impressionen vom Freizeitsee in Menzelen.

Dass er sein hochleistungsfähiges Equipment beherrscht, hat Ingenlath auch in Veen bewiesen. Hier hat er eine Drohne und ein Modellauto unfallfrei durchs Haus der Veener Geschichte in die dörfliche Vergangenheit fliegen und fahren lassen. Bei der Auswahl der Schauplätze haben die Drehbuchautoren sorgsam auf Proporz der Ortsteile geachtet; ohne beim Schneiden auf die Stoppuhr zu schauen. Alles Wesentliche, was Alpen ausmacht, sollte halt vorkommen. Neben den Kirchen „Tante Sina“ in Menzelen, ein faszinierender Blick auf das Piratenschiff auf dem Waldspielplatz in der Bönninghardt, wo auch die Plaggenhütten nicht fehlen dürfen. In Menzelen schmiedet Meister Peters im kleinen Museum ein glühendes Hufeisen. Der einzige Mensch im ganzen Film, ein kleines Manko, wenn man so will.

Natürlich kommt auch Arbeiten und Wohnen im heutigen Alpen vor, das Leben im Ort in all seinen Facetten. „Man hätte selbstverständlich noch viel, viel mehr zeigen können“, sagt Petra Romba. Aber dann wär’s ein abendfüllender Film geworden. Die 7,56 Minuten sind angemessen lang oder kurz – wie man mag – genau richtig fürs Internet.