Alpen: Die Ersten im Amalienhof

Alpen: Die Ersten im Amalienhof

Mit einem Gottesdienst und anschließendem Festakt wurde gestern die neue Wohnanlage in Alpen eröffnet. Es gab viel Lob für das Konzept, das alte Menschen in die Mitte der Gesellschaft stellt.

"Unterschätzen wir nicht die Steine. Auch Gebäude haben eine Botschaft. Ich hoffe, der Amalienhof ist eine solche Ausdrucksform, die uns auch in Zukunft geistig zusammenhält", sagte Dr. Hartmut Becks, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Alpen. Mit einem Gottesdienst und anschließendem Festakt wurde gestern der "Amalienhof" offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Pfarrer Becks erinnerte an den Werdegang des Bauprojektes. Viel Kreativität sei nötig gewesen, um die "Hinterhofatmosphäre" der Baufläche nahe der Evangelischen Kirche in ein wohnliches Umfeld zu verwandeln. Die Zusammenarbeit mit dem Architekten Andreas Hüls bezeichnete Becks als "Fügung".

Die Kirchengemeinde biete den Bewohnern des Amalienhofes ein diakonisches Betreuungskonzept in Kooperation mit dem Pflegedienst von Bärbel Köhler an. Superintendent Ferdinand Isigkeit richtete Grüße im Namen des Kirchenkreises Moers aus und zollte dem Projekt Amalienhof seinen Respekt. Es trage dazu bei, alte Menschen in die Mitte der Gesellschaft zu stellen. "Kirche hat die Aufgabe, sich ins Gemeinwesen einzubringen", betonte Isigkeit.

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Laut Kirchenordnung solle das Presbyterium das ihm anvertraute Gut bewahren und vermehren. Letzteres sei in Alpen mit Intelligenz, Liebe und Engagement realisiert worden. "Sie haben Pioniergeist bewiesen", sagte Bürgermeister Thomas Ahls, der im Namen von Rat und Verwaltung sowie aller Alpenerinnen und Alpener gratulierte. Die Zentralität des Standortes sei von Anfang an ein wesentlicher Planungsfaktor gewesen. "Senioren wollen am täglichen Leben teilhaben", betonte Ahls. Als Geschenk überreichte er das Glaswappen der Gemeine Alpen. Architekt Andreas Hüls dankte seinem Team für die geleistete Arbeit. "Ich bin sehr dankbar, dass ich Teil dieses Projektes sein durfte", sagte Hüls und übergab ein Portrait von Kurfürstin Amalia.

Über die Namensgeberin des Amalienhofes berichtete Dr. Joachim Daebel. "Ihr Sinn war stets auf das Wohlergehen der Menschen gerichtet", sagte Daebel. Darin sei auch der Anknüpfungspunkt für das barrierefreie Wohnprojekt gegeben. Bauträger und Eigentümer Harry ter Hürne zeigte sich begeistert von der "persönlichen Atmosphäre und der Liebe zum Detail". Günter Helbig, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Alpener Gemeinderat, trug ein selbstverfasstes Gedicht vor. Im Anschluss wurde zu Kaffee und Kuchen im Amaliencafé eingeladen.

Der Posaunenchor der Evangelischen Kirchengemeinde schuf den feierlichen Rahmen für die Festreden und Grußworte.

(krsa)
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