Alpen: Die Dorfwerkstatt debattiert über Designermöbel

Alpen: Die Dorfwerkstatt debattiert über Designermöbel

Das Planungsbüro erläutert am Dienstagabend im Alpener Rathaus den Stand beim "Stadtumbau". Jeder ist eingeladen.

Im Mai ist es zwei Jahre her, dass das renommierte, international besetzte Büro-Doppel Felixx/De Zwarte Hond (Rotterdam/Köln) den weithin im Lande beobachteten Architektenwettstreit mit seiner Vision zur Umgestaltung des dörflichen Alpens gewonnen hat. Erste konkrete Ausprägungen der Vorschläge zur Möblierung haben allerdings zu politischen Turbulenzen geführt. Die haben den Zeitplan gehörig ins Stocken gebracht. Inzwischen haben sich die Wogen wieder geglättet. Beim Blumen- und Spargelfest Ende April, so jedenfalls ist es geplant, sollen die "einmaligen" Designermöbel - Bänke, Blumenkübel, Laternen, Papierkörbe und Fietsenständer - erstmals der Bevölkerung vorgestellt werden.

Nun hat die Dorfwerkstatt die Planer zu sich eingeladen, um schon jetzt etwas mehr als einen Vorgeschmack zu bieten auf das, was Alpen künftig noch wohnlicher und einladender machen soll. Anfang nächster Woche sind die Planer von Felixx im Rathaus. Da trifft es sich gut, dass Viktor Illenseer von der Dorfwerkstatt, die sich schon beim Architektenwettstreit aktiv in den Prozess eingebracht hat, angeklopft hatte, um frühzeitig, möglichst aus erster Hand über den Stand des mit dem großen Wort "Stadtumbau" etikettierten Projekts zu erfahren.

Walter Adams, Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen, bei dem das Projekt im Rathaus angesiedelt ist, willigte sofort ein und hat Felixx gebeten, am Dienstag, 20. März, abends in die Dorfwerkstatt zu kommen, um vorzustellen, was inzwischen konkret vorliegt. Und damit sich jeder ein Bild davon machen kann, tagt die Runde, die von 19 Uhr an im Foyer des Ratsaals zusammenkommt, öffentlich. "Jeder, der sich dafür interessiert, ist dazu eingeladen", sagt Initiator Illenseer.

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Mit der Veranstaltung, so der Sprecher der Dorfwerkstatt, soll das ehrgeizige Projekt aus der engen, von Partei-Egoismen mitbestimmten und mit Vorurteilen behafteten politischen Debatte nach draußen getragen werden. "Uns geht's um Meinungsbildung im besten Sinne", sagt Illenseer. "Wir wollen uns ganz locker, unvoreingenommen informieren, uns zunächst auf die Ideen der ausgewiesenen Fachleute ein- und das Ganze auf uns wirken lassen", so Illenseer weiter. Es sei ein Schritt auf dem vorgezeichneten Weg zur Bürgerbeteiligung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Es wird an dem Abend sicher etwas zu sehen geben, verspricht Walter Adams. Er habe die Entwürfe für die Bänke vorliegen. Seine Rückmeldung an Felixx: "Wow!"

(bp)
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