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Alpen: Die Debatte um den Parkplatz geht weiter

Alpen : Die Debatte um den Parkplatz geht weiter

SPD und FDP wehren sich gegen Kritik des Werberings, sehen Bürgermeister und CDU in der Pflicht.

Die durch das Minderheits-Bündnis im Rat - SPD, Grüne und FDP - wiederbelebte Debatte um den geplanten Bau des Parkplatzes an der Haagstraße sorgt weiter für Aufregung in der politischen Sommerruhe. Gestern meldeten sich erneut die Fraktionschefs Jörg Banemann (SPD) und Thomas Hommen (FDP) zu Wort. Sie reagierten - diesmal unabhängig voneinander - auf die Kritik des Vorsitzenden des Werberings, Werner Paduch, an ihrem Vorstoß, den Bau des Parkplatzes an der Alp'schen Ley zu verhindern.

Der Sprecher der beiden Liberalen im Rat wehrt sich entschieden gegen den Vorwurf, die Parkplatz- Gegner hätten lediglich ihre Profilierung im Sinn und würden die Realitäten ausblenden. Hommen wie auch SPD-Fraktionschef Banemann erinnern an ein damals von der Verwaltung in Auftrag gegebenes Gutachten. Das sei zu dem Schluss gekommen, dass die Parkplatzsituation im Ort "unter normalen Umständen" als "entspannt" anzusehen sei. Der Liberale geht davon aus, dass sich die von ihm beschriebene Normalität nach dem Ende aller Bautätigkeiten wieder einstellen wird.

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Hommen sieht langfristig keine "Notwendigkeit, ein grünes Kleinod im Ortskern in einen hässlichen Parkplatz zu verwandeln", während auf der anderen die Offenlegung der Alp'schen Ley als ökologischer Erfolg verbucht werde. Die Ausgabe von 130 000 Euro für den Parkplatz sei "Steuerverschwendung".

SPD-Sprecher Jörg Banemann äußert Verständnis für die Sorge des Werberings. Doch die Kritik Paduchs ziele in die falsche Richtung, so der Chef-Genosse. Er mache sich zum "Fürsprecher einer verfehlten Politik, die durch den Bürgermeister und die Ratsmehrheit exekutiert wird". Dass "privilegierte Parkplätze" für Banker und Verwaltungsleute geschaffen werden müssen, sei Folge der Amaliengalerie, für die nicht genügend Parkraum da sei. Banemann räumt ein, dass es Parkplätze fürs Ärztezentrum brauche.

Aber er streite vornehmlich "für den Erhalt einer wertvollen Grünfläche" und fordert Bürgermeister Ahls und die CDU auf, ein "vernünftiges städtebauliches Konzept für Alpen" auf den Weg zu bringen. Dem Werbering empfiehlt er, "über die Auswirkungen der monatelangen Sperrung der Burgstraße im nächsten Jahr" nachzudenken.

(RP)