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Der Veener Brunnen plätschert wieder

Alpen : Der Veener Brunnen plätschert wieder

Das Krähendorf feierte sein 42. Brunnenfest. Die Schützenbruderschaft St. Nikolaus hatte dazu eingeladen. Pünktlich zum Fest funktionierte das Wasserspiel nach aufwändigen Renovierungsarbeiten wieder.

Der hochsommerliche Samstag gehörte den Veenern und ihrem Brunnenfest. Zur 42. Ausgabe hatte die eingeschworene Dorfgemeinschaft im Vorfeld keine Mühen gescheut. Auf dem Arbeitszettel der gastgebenden St.-Nikolaus-Bruderschaft Veen-Winnenthal stand die Instandsetzung des in die Jahre gekommenen Brunnens.

An der Oberfläche der Mühlensteine hatte der Zahn der Zeit genagt. Auch das Innere der Brunnenanlage brauchte dringend eine Überholung. „Wir haben drei Wochen daran gearbeitet“, sagt Patrick Ahls von der Bruderschaft. Rund 30 Schützenbrüder steuerten ihre Muskelkraft bei. Ortsansässige Betriebe rückten mit schwerem Gerät an und lieferten ihren Teil ab, um pünktlich zum Dorffest auch die Wasserspiele wieder plätschern zu lassen. „Wir haben gemeinsam den Brunnen auf den neuesten technischen Stand gebracht“, so Patrick Ahls.

Dank kompetenter Hilfe durch Garten- und Landschaftsbauer Dominik Hartjes sowie organisatorische Unterstützung durch Georg Bremenkamp nahm das Projekt seinen geplanten Lauf. Die Volksbank Niederrhein sponserte das Vorhaben. Da das Herz des Brunnens, die Pumpe, in einem Top-Zustand war, konzentrierten sich die Arbeiten aufs Umfeld. Dank einer Zeitschaltuhr sind die Veener Wasserspiele jetzt gut regulierbar. „Wichtig war uns, dass die Mühlensteine erhalten sind und das ursprüngliche Brunnenbild wieder hergestellt werden konnte“, so Ahls weiter.

Für Anton Gietmann ist die gelungene Aktion ebenfalls Grund zur Freude. Aus seiner Familie und von zwei landwirtschaftlichen Betrieben stammen die drei Mühlensteine. „Ein tolles Gefühl, dass die Aktion so gut gelaufen ist“, sagt Anton Gietmann. Er hatte damals den Brunnen mit all seiner Technik zunächst als Modell konstruiert. „Das habe ich im Bauamt vorgestellt und dann gebaut“, erzählt Anton Gietmann.

Mit einem Fest wurde damals der Brunnen vor der Grundschule eingeweiht und lieferte die Idee, alljährlich ein Dorf- und Brunnenfest zu feiern. In der Erinnerung an ein gut besuchtes Brunnenfest, das mit einer Kaffeetafel anfing, schwelgen die Veener noch heute.

Doch im Laufe der Zeit hat sich der Ablauf verändert. „Wir haben durch verschiedene Feste in der Umgebung Konkurrenz“, sagt Ahls. Gefeiert wurde am Samstag nach der Eröffnung durch Brudermeister Aloys van Husen und Ortsvorsteher Michael van Beek ausgiebig. Für Spaß und Sport sorgte neben der Musik eine Hüpfburg und der Menschenkicker, mit dem bereits zum dritten Mal nach dem K.O.-System die beste Mannschaft aufs Treppchen gesucht wurde. An Grill- und Bierstand und einer Cocktailbar gab es Kulinarisches. Mit dem Erlös wird die Kinderbelustigung der Veener Kirmes im August finanziert.