Neuer Fußballplatz in Alpen Der nächste Schritt zum Kunstrasen

Alpen · Die Fraktionen unterstützen den Wunsch der Viktoria. Der Rat entscheidet im Frühjahr über den Zuschuss.

  In Alpen könnte bald der dritte Kunstrasenplatz gebaut werden.

In Alpen könnte bald der dritte Kunstrasenplatz gebaut werden.

Foto: Matzerath/Matzerath (Archiv)

Beim Anlauf von Viktoria Alpen, die staubige rote Asche durch immer sattes Grün eines Kunstrasens zu ersetzen, liegen jetzt Zahlen auf den Tisch. Vorsitzender Rainer Markwitz und Jürgen Tooten, Abteilungsleiter Fußball, berichteten jetzt im Rat über den Stand ihre Bemühungen, das Projekt zu einem guten Ende zu bringen. Die Fraktionen signalisierten parteiübergreifend Zustimmung – eine feste Förderzusage machten sie aber nicht.

Bei der Beratung des Haushalts fürs nächste Jahr muss der Rat Farbe bekennen. Keine leichte Entscheidung angesichts des zuletzt stark angestiegenen Schuldenbergs der Gemeinde. Andererseits haben auch Borussia Veen und der SV Menzelen ihre Kunstrasenplätze mit Unterstützung aus der Gemeindekasse realisiert. CDU und FDP schielen auf einen Fördertopf Sportstättenbau des Landes, der zu Beginn des neuen Jahres aufgemacht werden soll.

 Jürgen Tooten, Fußball-Abteilungsleiter von Viktoria Alpen.

Jürgen Tooten, Fußball-Abteilungsleiter von Viktoria Alpen.

Foto: Nein/NN

Denn die Finanzierung, die die beiden Vereinsvertreter vorgestellt haben, sieht einen kommunalen Zuschuss von einer halben Million Euro vor. Ein stattlicher Brocken. Aber mehr als den Eigenanteil von knapp 120.000 Euro (19 Prozent der Investition) – Grünen-Chef Peter Nienhaus nannte das eine sportliche Zielsetzung – könne man den Mitgliedern nicht zumuten. Die würden schon durch den Klubheimbau zusätzlich belastet. Das Maß an Eigenleistung sei in Verhandlungen mit dem ausgesuchten Anbieter des Kunstrasens ausgeschöpft, hieß es. Die Gewährleistung dürfe nicht eingeschränkt werden. „Sonst schaffen wir uns durch eine geringe Einsparung am Ende ein großes Problem“, so Tooten.

Bei dem Kunstrasen habe man sich für ein Gemisch aus „gekräuselten und glatten“ Fasern entschieden. Auf so einen Untergrund würden auch die Kicker einiger Bundesliga-Klubs trainieren. Kork als Granulat sei ökologisch wertvoll gegenüber der üblichen Altreifenkörnung. Die beiden Funktionäre hatten ein Stück Musterrasen mitgebracht als taktile Entscheidungshilfe.

Einig war man sich, dass es der Ascheplatz nach fast 25 Jahren „hinter sich“ habe und kaum noch bespielbar sei. Für mehr als 400 aktive Kicker müsse dringend ein besseres Geläuf her. Asche sei nicht mehr zeitgemäß. Parallel zum Kunstrasen-Projekt laufen im Klub Überlegungen, das Flutlicht durch stromsparende und klimafreundliche LED-Scheinwerfer zu ersetzen.

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