Musikalische Erziehung in Alpen Im Musikverein Menzelen wird nun auch von Hand getrommelt

Alpen · Das neue Angebot des Musikvereins schult das Rhythmus-Gefühl und vermittelt schnelle Erfolgserlebnisse. Der erste öffentliche Auftritt der Band wird bereits geplant.

 Lust am Trommeln: Das neue Djembe-Ensemble, angeleitet von Graham Sanders (hinten), drängt schon auf die Bühne.

Lust am Trommeln: Das neue Djembe-Ensemble, angeleitet von Graham Sanders (hinten), drängt schon auf die Bühne.

Foto: Musikverein

Es wird getrommelt, was das Zeug hält. In Kooperation mit der Gemeinde Alpen und der Wilhelm-Koppers-Grundschule hat der Musikverein Menzelen ein Djembe-Ensemble ins Leben gerufen, das vom Förderprogramm „Musik für alle“ unterstützt wird.

Der Vorsitzende des Musikvereins, Malte Kolodzy, weiß als gelernter Schlagzeuger, wie junge Musikerinnen und Musiker begeistert werden können. „Wer ein Musikinstrument spielt, der weiß, wie viel Spaß es macht, in einer Gruppe mal so richtig zu jammen“, so Kolodzy. „Beim Trommeln entsteht schnell solch ein Session-Gefühl, selbst wenn manche Schläge noch nicht so richtig sitzen“, sagt der Vorsitzende weiter. Deshalb sei Trommeln für viele eine sehr gute Möglichkeit, sich auszudrücken und auch ohne große Erfahrung „ein musikalisches Band-Gefühl zu erleben“.

Für das neue Ensemble konnte der Djembe-Profi Graham Sanders gewonnen werden. Er vermittelt in zahlreichen Tanz-, Sing- und Rhythmusspielen das Spielen auf diesem Instrument. „Rhythmus ist das tragende, verbindende und auch herausfordernde Element“, sagt Graham Sanders. Dabei würden Kontakt, Tempo, Kommunikation, Koordination und Spaß am Spiel eine wichtige Rolle spielen, erläutert der Djembe-Lehrer. Über verschiedene Übungen werden bei den Kindern und Jugendlichen hauptsächlich Rhythmus-Empfinden und Koordination trainiert, aber auch das soziale Erleben in der Gemeinschaft spielerisch gefördert.

Das Djembe-Ensemble ist eins von neun verschiedenen Ensembles beziehungsweise Orchestern im Musikverein Menzelen. Der Probebetrieb wird im Moment unter strengen Coronaschutz-Auflagen aufrechterhalten, so dass es aktuell mehr als 100 Musikerinnen und Musikern ermöglicht wird, ihr Hobby weiter auszuüben.

Die Djembe wird mit den Händen angeschlagen und kann ganz unterschiedliche Klänge erzeugen. Diese reichen von tiefen Bässen bis hin zu hohen Tönen. Dieses weite Klangspektrum verdankt die Djembe der speziellen, kelchförmigen Gestalt ihres Korpus, der als Resonanzkörper wirkt.

Die Kinder haben in recht kurzer Zeit die Grundtechniken erlernt und können bereits kleine instrumentale Stücke präsentieren. Damit die angehenden Rhythmiker ihr Repertoire bald schon präsentieren können, ist ein erster öffentlicher Auftritt in Planung. Das wirkt als zusätzlicher Anreiz, zu üben.

(bp)
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