Der mit hohen Erwartungen geschlossene Pakt des Sport droht zu scheitern

Pakt des Sports : Ein Bild des Jammers

Der Sportausschuss lieferte eine alles andere als sauber Vorstellung ab. Der Pakt des Sports wirkt arg gefährdet.

Der Pakt für den Sport sollte Klarheit schaffen. Neue Strukturen in der Landschaft der Rheinberger Sportvereine kreieren, gerechte und vergleichbare Bedingungen für jeden Club aufbauen – das war das erklärte Ziel. Dafür haben Verwaltung und Politik vor rund drei Jahren das ganz große Besteck aus der Schublade geholt und sind mit großen Erwartungen gestartet. Mit Rainer Kusch leistete man sich einen Koordinator, eine Koordinierungsgruppe wurde eingesetzt, alles im Dienst der guten Sache.

Doch sichtbare Ergebnisse ließen bisher auf sich warten. Jetzt hat Koordinator Kusch das Handtuch geschmissen. Das lässt Frust und Ärger vermuten. Wer die Sportausschusssitzung in dieser Woche verfolgt hat, der muss sich fragen: Ist da alles aus dem Ruder gelaufen? Offenbar weiß niemand mehr, was los ist. Gibt es die Koordinierungsgruppe noch? Was liegt im Zuständigkeitsbereich des Stadtsportverbands, was in dem jener Koordinierungsgruppe? Und wozu gibt es jetzt auch noch eine Arbeitsgruppe Sport? Sollen Großspielfelder aufgegeben werden oder nicht? Fragen über Fragen.

Entschuldigung, aber das Bild, das der Ausschuss am Donnerstagabend abgab, war ein Bild des Jammers. Die Besucher der Sitzung schüttelten nur noch die Köpfe. Der Pakt für den Sport droht endgültig zu scheitern, wenn nicht ganz schnell die Reißleine gezogen wird. Der Imageschaden darf nicht noch größer werden. Was momentan passiert, ist ganz großer Murks. Das darf so auf keinen Fall weitergehen.

In diesem Sinne: ein angenehmes und sportliches Wochenende!

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