Alpen: Der Bürgerbus für Menzelen wird konkret

Alpen : Der Bürgerbus für Menzelen wird konkret

Noch im Juni soll ein Verein gegründet werden, 26 Fahrer sind gefunden. Mitte 2019 könnte es dann losgehen.

Vor drei Jahren kam die Idee erstmals auf und wurde dann aber erst einmal wieder verworfen. Doch nun ist das Projekt "Bürgerbus Menzelen" so konkret wie nie. "Wir werden Ende des Monats den Bürgerbusverein gründen und die entsprechenden Dokumente zur Eintragung ins Vereinsregister zum Amtsgericht bringen", sagt Menzelens Ortsvorsteher Edgar Giesen (CDU) auf Anfrage unserer Redaktion.

Bereits im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend hatte Giesen über den derzeitigen Stand des Projekts berichtet. Inzwischen hätten sich 26 Freiwillige gemeldet, die den Fahrdienst übernehmen würden. "30 bis 35 wären optimal, daher suchen wir noch weiter", erläutert Giesen. Mit dieser Zahl sei es möglich, dass jeder Fahrer nur einmal pro Monat hinters Steuer müsste und die Dienste auf viele verschiedene Schultern verteilt werden könnten.

Bis jedoch der erste Bürgerbus in Menzelen hält, wird mindestens noch ein Jahr vergehen. "Frühester Start wird ungefähr im August 2019 sein. Es müssen zuvor noch einige Anträge gestellt, der Fahrplan mit der Niag festgelegt und ein Fahrzeug bestellt werden", begründet Giesen die Zeitspanne bis zur engültigen Umsetzung des Projekts.

Im Haupt- und Finanzausschuss herrschte am Dienstag zudem interfraktionelle Einigkeit, dass das Projekt unterstützenswert sei. Einstimmig wurde dem Rat der Auftrag erteilt, ein beim Betrieb des Bürgerbusses entstehendes Defizit aus kommunalen Mitteln zu decken - Voraussetzung dafür, dass Fördermittel vom Land fließen.

"Man muss so viele Menschen wie möglich dafür mobilisieren, damit das Defizit am Ende auch so klein wie möglich bleibt", sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Günter Helbig. Sein SPD-Kollege Jörg Banemann bemerkte, dass es eine gute Entscheidung gewesen sei, das Projekt noch einmal aufgegriffen zu haben. "Das Defizit auszugleichen, ist für die Gemeinde verkraftbar - schließlich bleibt durch den Bürgerbus die Mobilität älterer Menschen erhalten", sagte Grünen-Fraktionssprecher Peter Nienhaus. Und auch die FDP-Fraktion gab ihre Zustimmung zur Übernahme eines möglichen Defizits.

(p-m)
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