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Rheinberg: Den Kasper nervt das Handy-Gebimmel

Rheinberg : Den Kasper nervt das Handy-Gebimmel

Der aus Moers stammende Puppenspieler Gebhard Cherubim gastiert Freitag mit seiner "Homberger Kasperbühne" im Rheinberger Pfarrheim St. Anna. Puppenspiel und Zirkus haben den 60-Jährigen schon als Kind fasziniert.

"Der Puppenspieler von Mexiko, war einmal traurig und einmal froh", sang einst Stimmungskanone Roberto Blanco. Gehhard Cherubim ist immer dann froh, wenn er bei seinen Vorstellungen in glückliche Kinderaugen schaut. Und das ist meistens der Fall, denn der 60-Jährige gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Puppenspielern in der Region. Heute - Freitag, 8. Juni, um 16 Uhr - gastiert er im Pfarrheim St. Anna.

Die jungen Besucher erwartet ein kunterbunter Kindertheater-Nachmittag. Gezeigt wird das Puppenspiel "Kasper und das Krokodil vom Nil", aufgeführt von Cherubims "Homberger Kasperbühne" mit holzgeschnitzten, original Hohensteiner Handpuppen. Räuber Raffzahn, Kaspers Freundin Gretel und ihr Lieblingsschaf Wuschel, das Zoo-Krokodil sowie Kaspers bester Freund, der Hund Struppi, und natürlich Kasperle, der Freund aller Kinder, wollen kleine und große Zuschauer ins Reich der Fantasie entführen und mit einem ebenso lustigen wie spannenden Puppenspiel begeistern. Eintrittskarten sind ab sieben Euro (ermäßigt) pro Person eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung an der Tageskasse erhältlich.

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Gebhard Cherubim kommt aus Moers, wo er aufgewachsen ist. Später lebte er lange in Homberg, bevor es ihn vor zehn Jahren mit seiner Familie in die Eifel verschlagen hat. "Zirkus und Puppentheater haben mich schon immer fasziniert", sagt der Künstler. "Schon als Kind habe ich mit einem Freund aus Papprollen ein Türtheater gebaut, dann haben wir uns ein Stück ausgedacht und haben es für 50 Pfennig Eintritt für die Nachbarskinder gespielt."

Seit inzwischen 30 Jahren ist Cherubim mit "Pommis Puppencircus" Jahr für Jahr beim Moerser Weihnachtsmarkt zu Gast. Seine "Homberger Kasperbühne" tritt inzwischen nur noch selten in dem alten Bühnenwagen auf, den er vor Jahren einem Puppenspieler abgekauft hat. "Die Fahrerei damit dauert zu lange und die Spritpreise steigen und steigen", so der Kinderfreund, der von der Puppenspielerei lebt. Heute gibt er überwiegend Saalgastspiele.

Dann kommen die aus Lindenholz geschnitzten klassischen Hohnsteiner Handpuppen zum Einsatz - gefertigt von der Schnitzerfamilie Berger in Hohnstein in Sachsen. Gebhard Cherubim spielt eigene Stücke im klassischen Kasperle-Stil. "Aber natürlich gibt es moderne Bezüge", sagt er. "Bei mir hat der Kasper auch mal ein Handy, dessen permanentes Klingeln ihn total nervt."

Am Niederrhein hat sich Gebhard Cherubim in den vergangenen Jahren ein wenig rar gemacht - vor allem wegen der weiten Anfahrt von seinem Wohnort in der Eifel. "Inzwischen trete ich überwiegend in der Region auf, wo ich lebe", so der 60-Jährige. Er würde sich freuen, wenn der Saal am Annaberg heute gut besucht wäre.

Weitere Infos über das Puppentheater gibt es auch im Internet unter:

(up)