Rheinberg: Das Stadtjugendpflege-Tandem

Rheinberg: Das Stadtjugendpflege-Tandem

Die Sozialpädagogen Babette Heimes-Krischok und Marco Kutz teilen sich fortan die wichtige Schaltstelle in der Jugendarbeit der Stadt Rheinberg. Ein Ziel ihrer Arbeit ist die bessere Vernetzung bestehender Angebote.

Ab sofort ist ein Tandem bei der Stadt Rheinberg für die Jugendpflege zuständig: Babette Heimes-Krischok (Sozialpädagogin und -arbeiterin) und Marco Kutz (Sozialpädagoge, Erlebnispädagoge, Anti-Gewalt- und Deeskalationstrainer) teilen sich die Stelle des Stadtjugendpflegers (Rheinische Post vom 28. Januar). Der bisherige Stadtjugendpfleger Rainer Friedrich ist nach 30 Jahren in dieser Position in den Vorruhestand gegangen. Als erster Stadtjugendpfleger ist er damals mit der Vorgabe eingestellt worden, einen Jugendtreff (das heutige Zuff) aufzubauen.

"Nach dem Ausscheiden Rainer Friedrichs haben wir überlegt, wie wir künftig in der Jugendpflege verfahren wollen", sagte Bürgermeister Hans-Theo Mennicken gestern. Ein Ziel sei es, gute Netzwerke aufzubauen. Nicht nur das Zuff als Jugendhaus, auch die Verwaltung soll als mögliche Anlaufstelle für Jugendliche wahrgenommen werden. Auch die Kooperation mit und die Unterstützung von Rheinberger Schulen, freien Jugendverbänden und -einrichtungen wie Stadtjugendring, MAP etc. habe man im Auge. Die Stadt strebe eine gute Mischung aus administrativer und praktischer Arbeit an.

Gegenseitige Vertretung

Die Stellenteilung soll nach einer gewissen Zeit überprüft werden; Vorteile seien aber schon jetzt nicht von der Hand zu weisen. So sei z.B. immer einer der beiden ansprechbar – auch im Fall von Krankheit oder Urlaub. Mennicken: "Der Stellenplan musste für diese Konstruktion nicht aufgestockt werden, aber wir sind weitaus beweglicher."

Beide Stadtjugendpfleger waren bereits in der Stadtverwaltung tätig und haben sich intern auf den Posten beworben. Babette Heimes-Krischok hatte bisher einen "Teilzeit-Zeitvertrag" über weniger als zehn Wochenstunden und hat sich um die Projekte "Gesunde Kinder in gesunden Kommunen" und "Fitte Frühchen" gekümmert. "Das werde ich auch weiterführen", sagte sie. Überhaupt spiele die Gesundheitsprävention eine wichtige Rolle in ihrer Arbeit. Marco Kutz ist seit drei Jahren im Jugendzentrum Zuff zuständig; seit 2007 läuft das Haus wieder in städtischer Regie.

Kutz arbeitet meistens im Zuff

Kutz wird auch weiterhin überwiegend an der Xantener Straße wirken. "Ich werde nur zwei Tage pro Woche im Alten Rathaus sitzen", so der Pädagoge. An den anderen Tagen wird er im Zuff z.B. die Praktikantenbetreuung übernehmen und spezielle Projekte betreuen. Kutz: "Wichtig ist der Hinweis, dass Bernhard Kubik auch weiterhin Zuff-Leiter sein wird."

(RP)