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Corona-Virus: Atemschutzmasken werden auch in Rheinberg teurer

Sorge vor Corona-Virus : Preise für Atemschutzmasken steigen

Die wachsende Sorge vor einer Infektion mit dem Corona-Virus treibt auch in den Apotheken vor Ort die Preise in die Höhe.

Die Nachfrage nach Atemschutzmasken und Infektionsmitteln ist den vergangenen Tagen „explosionsartig“ gestiegen, wie Gregor-Maximilian Krug, Apotheker aus Rheinberg, am Freitag auf Anfrage unserer Redaktion berichtete. Der Markt in Deutschland sei „leer“. Selbst Desinfektionsmittel werde deshalb schon in der Apotheke selbst hergestellt. Atemschutzmasken habe er in Frankreich bestellt, sagte Apotheker Krug. Die Lieferung von 2500 Stück erwarte er Anfang der kommenden Woche. „Wenn wir Glück haben, reicht das dann für ein bis zwei Wochen.“

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Die Kunden müssten damit rechnen, dass Atemschutzmasken aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage erheblich teurer würden, sagte Krug weiter. Der Handel habe die Preise angehoben. Ein Lieferant habe sie sogar verdoppelt. Deshalb müsse auch er in seiner Rheinberger Apotheke mehr dafür verlangen. „Wir wollen damit kein Geschäft machen, aber wir müssen die Masken selbst teuer einkaufen“, sagte Krug. „Wir müssen das an unsere Kunden weitergeben, was uns in Rechnung gestellt wird.“

Krug wies die Behauptung eines Lesers entschieden zurück, die Atemschutzmasken würden im Baumarkt günstig eingekauft und dann in der Apotheke teurer weiterverkauft. „Wir beziehen unsere Ware über den Großhandel“, sagte er unserer Redaktion. Auch anderswo am Niederrhein berichten Apotheker von einer steigenden Nachfrage nach Atemschutzmasken. Ein Apotheker in Moers erklärte zum Beispiel, dass er sie nur noch kontingentiert herausgebe und die Preise rapide gestiegen seien.

(wer)