Christoph Metzelder in Rheinberg: Amazon spendet für gesunde „Brotzeit“

Mit Verein „Brotzeit“ : Christoph Metzelder setzt sich für Duisburger Schulen ein

Der ehemalige Fußball-Profi Christoph Metzelder nahm im Logistikzentrum von Amazon in Rheinberg einen Scheck über 30.000 Euro entgegen. Das Geld kommt fünf Grundschulen in Duisburg zugute.

Bei Amazon ist schon Weihnachten. Die Dekoration mit Schnee, Schlitten, Kerzen und Glöckchen soll Picker, Packer und andere Mitarbeiter auf die arbeitsintensivste Phase des Jahres einstimmen. Bei Personalchefin Petra Ringhofer und ihrem Team brummt es bereits ganz ordentlich: Für das Weihnachtsgeschäft werden in diesem Jahr 800 bis 1000 Saisonkräfte eingestellt, weniger als in den Jahren zuvor und viele zum wiederholten Male. Viel Arbeit für die Personaler.

Auch Christoph Metzelder durfte sich am gestrigen Mittwoch weihnachtlich fühlen. Der ehemalige Fußball-Profi nahm von Amazon eine Spende über insgesamt 30.000 Euro entgegen. Der Vizeweltmeister von 2002, lange geschätzte Defensivkraft bei Borussia Dortmund, Real Madrid und dem FC Schalke 04, engagiert sich stark im sozialen Bereich. Er gründete schon im Jahr 2006 seine eigene Stiftung „Zukunft Jugend“. Seit zwei Jahren ist der 38-Jährige – ebenso wie beispielsweise Schauspielerin Uschi Glas – im Vorstand des Vereins „Brotzeit“ aktiv. Dieser sorgt an bundesweit 200 Grundschulen dafür, dass alle Schüler (nicht nur die aus finanziell schwachen Familien) ein gesundes Frühstück an der Schule bekommen.

„Die 30.000 Euro gehen an die fünf Grundschulen Don Bosco, Abteischule, Sandstraße, Friedenstraße und Klosterstraße in Duisburg“, sagte Metzelder. „Sie liegen alle in prekären Stadtteilen.“ Metzelder und den anderen Brotzeit-Aktivisten geht es nicht nur um Kinder-, sondern auch um Seniorenarmut. Christoph Metzelder: „Das Frühstück wird von Senioren zubereitet, die auf diesem Wege ihre Rente aufbessern.“ 9000 Euro kostet die Frühstücksversorgung für eine Schule pro Jahr. Der Verein finanziert sich über Spenden. Klar, dass Metzelder sich über die 30.000 Euro von Amazon freute. Es war das erste Mal, dass die Rheinberger einen Betrag in dieser Höhe weiterreichten. Prominente Gesichter wie Metzelder sind willkommene Gäste. Bei einem Rundgang durch das Logistikzentrum ließen sich Mitarbeiter – viele in Dortmund- oder Schalke-Trikots – mit dem Sportler fotografieren; Betriebsratsvorsitzender Jörg Schüring sogar vor einem Gladbach-Schild.

Bei Amazon in Rheinberg hat sich die Personalstärke zwischen 1700 und 1850 Mitarbeitern eingependelt. „80 Prozent davon haben unbefristete, der Rest längerfristige Verträge“, sagte Karsten Frost, bisher Geschäftsführer in Rheinberg. 1070 der Beschäftigten arbeiteten bereits länger als fünf Jahre für das Unternehmen.

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