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CDU und Grüne formulieren im Koalitionspapier einen Perspektiv-Wechsel für Kies

Kiesgewinnung am Niederrhein : Die Perspektive hat sich verändert

Der von CDU und Grünen ausgehandelte Koalitionsvertrag gibt das Ziel aus, bei der Kiesgewinnung einen „Degressionspfad“ einzuschlagen. Das Papier nennt konkrete Schritte, wann der „perspektivische Ausstieg „gelingen soll, sagen die Koalitionäre aber nicht.

Das Koalitionspapier der künftigen Landesregierung enthält ein starkes Signal an den Niederrhein. Nach jahrzehntelangem Kampf gegen voranschreitende Kiesbagger bekennt sich Schwarz-Grün, „perspektivisch“ zum Ausstieg aus der Rohstoffgewinnung, die die ländlich geprägte Region immer weiter zur Seenlandschaft macht.

Dass die Koalitionäre es ernst meinen, unterstreichen sie mit der Ankündigung, den Hunger der Kiesindustrie mit einer Rohstoffabgabe zu stillen. Für die Einführung nennen sie mit dem 1. Januar 2024 ein konkretes Datum. Klar, Absichtserklärungen sind kein Fakt, und Papier ist geduldig. Der Niederrhein wird Konkretisierungen einfordern und Schrittmacherdienste leisten müssen. Aber der Perspektivwechsel ist da.

(bp)