Alpen: Cäcilienchor St. Vinzenz feiert "wie im Mittelalter"

Alpen: Cäcilienchor St. Vinzenz feiert "wie im Mittelalter"

Nach einem feierlichen Gemeindegottesdienst in der Kirche St. Vinzenz mit Pfarrer und Präses Dietmar Heshe sowie Pastor Georg Zglinnicki feierten die Sänger und Sängerinnen des Kirchenchores St. Cäcilia mit ihren Partnern und den passiven Mitgliedern ihr Cäcilienfest. Die im Gottesdienst als Erstaufführung gesungene "Messe breve no.7 in C" von Charles Gounod und das mehrstimmig gesungene Jubellied "Klänge der Freude" leiteten über zu einem reichhaltigen Programm.

Die Sänger von Tenor und Bass hatten das Fest unter dem Motto "Leben im Mittelalter" dank der vielen Requisiten vom Hanne und Hans-Gerd Kanthack bestens vorbereitet. Der Festraum war mit Wandteppichen eines germanischen Fürstenhauses entsprechend gestaltet, und alle Tenor- und Basssänger empfingen die Festbesucher im mittelalterlichen Gewand: lange festliche Überwurfkleider aus veredeltem Tuche, enges Beinkleid und prächtige Hüte. Nach dem ersten Willkommenstrunk aus Tonbechern wurden alle Besucher unter Fanfarenklängen zum Fürsten (Chorleiter Heinz-Theo Baumgärtner) mit seinen Höflingen geführt und ein jeder Untertan eigenhändig von ihm begrüßt.

Nach dem ritterlichen Festmahl folgten von der Bühne aus zwei kraftvolle Liedvorträge zu Ehren des einladenden und beliebten Stammesfürsten hoch zu Throne. Im Laufe des Abends wurden mehrere mittelalterliche Wettkämpfe wie Ringestechen zu Pferde (Steckenpferd), Nageleinschlagen oder Hufeisenwurf unter den Gästen ausgespielt und prämiert. Ritter Patrick verstand es, die Höhepunkte des Abends wortgewandt und witzig zu begleiten.

Zwischen den Wettkämpfen wurden einige Gäste zum Besuch des Wahrsagers verpflichtet. Mit einer Kristallkugel, Karten, magischer Kugel und Pendel wurde ein Blick in die Zukunft der Gäste ermöglicht.

Ein Höhepunkt war die Ehrung einer besonderen "Untertanin": Altsängerin Mia Kaenders wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft im Chor vom Fürsten und allen Feiernden mit einem Blumenstrauß und Urkunde geehrt und h in den Adelsstand erhoben.

Nach dem offiziellen Programm wurde noch lange kräftig gefeiert, geschunkelt und immer wieder gesungen sowohl an den Tischen als auch auf der Bühne. Viele spontane Gesangsauftritte - Solos, Duette und Chor-Beiträge) bereicherten den Ausklang bis weit in die Nacht.

(RP)