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Rheinberg: Busse bringen wieder Leben in die Stadt

Rheinberg : Busse bringen wieder Leben in die Stadt

Umfrage unter Rheinberger Geschäftsleuten: Wie läuft es in der letzten Woche vor Weihnachten in der sanierten City?

Zum Weihnachtsgeschäft muss die Baustelle weg und müssen die Straßen wieder frei sein — das war die Forderung der Rheinberger Geschäftsleute, die rund zwei Jahre lang mit der Belastung der Innenstadtsanierung zu kämpfen hatten. Seit dem 30. November fließt der Verkehr nun wieder. Die RP fragte nach den Eindrücken der ersten beiden Wochen und wollte wissen: Wie läuft es?

Rheinberg: Busse bringen wieder Leben in die Stadt
Foto: Fischer, Armin

"Es ist spürbar besser geworden", fasst Carlo Negro zusammen. Für den Inhaber der Pizzeria Arcobaleno an der Rheinstraße war die Baustellenzeit der reinste Horror: "Unsere Umsätze sind bestimmt um 30 Prozent zurückgegangen."

Auch Bäckermeister Ulrich Löhle registriert mehr Kunden in seinem Geschäft an der Rheinstraße. "Wir sehen auch wieder Kunden, die in der Baustellenphase nicht bei uns eingekauft haben. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr wieder mehr Belebung gibt."

Beate Specker, Inhaberin des Haarmoden-Geschäfts an der Rheinstraße, ist ihren Kunden überaus dankbar. "Sie sind mir treu geblieben, das ist toll", sagt sie. "Dadurch bin ich von größeren Umsatzeinbußen verschont geblieben." Sie habe allerdings auch stets dafür gesorgt, dass die Kunden den Friseurladen jederzeit gut erreichen konnten. Nun ist sie froh, dass alles wieder seinen gewohnten Gang geht.

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In der Buchhandlung Schiffer-Neumann am Holzmarkt verweist man auf das Weihnachtsgeschäft — und da komme das Geschäft immer ganz gut in Schwung. Von daher lasse sich momentan keine Verbindung zum Baustellenende herstellen. Wie sich das auf die Umsätze auswirke, sei erst im nächsten Jahr feststellbar.

Detlef Prehm vom Fotofachgeschäft Brell an der Orsoyer Straße hat eine interessante Feststellung gemacht: "Seit die Busse wieder in die Innenstadt gefahren kommen, ist das Geschäft deutlich angezogen." Ein Vorteil vor allem für ältere Menschen, die auf den Personennahverkehr angewiesen seien, glaubt Prehm.

Die Rückkehr der Busse hält auch Fotografenmeister Peter Meulmann, Inhaber der "Fotoschmiede" am Holzmarkt, für einen wichtigen Aspekt. "Mein Team und ich freuen sich auf neue Kunden", so Meulmann, der auf eine "deutlich belebtere Innenstadt" verweist: "Wir spüren, dass wieder mehr Kunden aus Alpen und Xanten zu uns kommen." Allerdings sei ein gutes Weihnachtsgeschäft nicht mehr aufzuholen — dafür sei das Ende der Baustelle zu spät gekommen.

Sehr enttäuscht ist Bosko Vuksanovic, der erst am 15. November das Modegeschäft "J!aVu" an der Orsoyer Straße eröffnet hat. "Bei uns läuft es mehr als schlecht", so der Geschäftsmann, der gesteht: "Das hatte ich mir anders vorgestellt."

(RP)