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Büttensitzung bei der Bruderschaft Menzelen-Ost St. Michael/St. Walburgis

Karneval in Alpen : Büttensitzung lässt den Adlersaal kochen

Mehrere Hundert Gäste kamen zum Winterfest der Schützenbruderschaft Menzelen-Ost St. Michael/St. Walburgis: Es wurde als Büttensitzung gefeiert. Gleich zu Beginn wurde deutlich, dass man im Froschdorf gerne feiert.

Hoch her ging es am Samstagabend im Gasthof Adlersaal in Menzelen, wo die Schützenbruderschaft Menzelen-Ost St. Michael/St. Walburgis ihr Winterfest mit einer großen Büttensitzung gefeiert hat. Mehreren hundert kostümierten Gästen wurde mit 15 Acts ein tolles Programm geboten. Immer wieder zündete Sitzungspräsident Manfred Ingenfeld eine Rakete nach der anderen.

Ihren Höhepunkt erreichte die Sitzung aber erst, als Bürgermeister Thomas Ahls mit der Band „Ma’ so! Ma so!“ auf die Bühne kam. Mit sechs Titeln eroberten die vier Musiker die Herzen des Publikums, wobei der Bläck-Fööss-Titel „Unser Stammbaum“ das Publikum in ein wogendes Menschenmeer verwandelte.

Wie in den vielen Jahren zuvor zeigten die Menzelener Karnevalisten vom ersten Moment an, dass ihnen das Feiern riesigen Spaß bereitet. So ernteten Zeremonienmeister Klaus Kupper und der Elferrat mit seinem Chef Holger Hölsken schon Beifall, als sie sich noch ihren Weg durch die engen Stuhlreihen zur Bühne bahnten. Von seinem Platz aus dankte Sitzungspräsident Ingenfeld zunächst den zahlreichen Helfern und gab mit den Worten „Es ist angerichtet“ schließlich den Startschuss zur großen Party.

Die Throndamen mischten sich als Engel unters närrische Volk. Foto: Fischer, Armin (arfi)

Ein Blick auf die Skyline von Menzelen, die der Elferrat kunstvoll auf großen Holztafeln aufgezeichnet hatte, verlieh als schmucke Kulisse dem Elferrat einen besonderen Reiz. Zur Bühnendekoration gehörte natürlich auch der Frosch als Wappentier der Ortschaft. Für großen Beifall sorgte auch der Einzug des Karnevalsprinzen Mario I., den die Menzelener Karnevalsgesellschaft (KVG) Hand in Hand mit dem Tambourcorps Menzelen-Ost auf die Bühne begleitete. Der Titel „Cordula Grün“, den der Karnevalsprinz gemeinsam mit seinem Lebenspartner Andreas Hein performte, rundete den erste Teil der Sitzung perfekt ab.

Während der vierstündigen, niemals langweiligen Veranstaltung, zu der beispielsweise mit dem Königspaar Karl und Ute Ingenfeld, dem Ehrenpräsidenten der Schützenbruderschaft, Karl Engenhorst mit Gattin Fine, sowie mehrere Abgeordnete aus Politik und Volker Oppers mit Steffi Körver als Gäste der Geldinstitute als Ehrengäste gekommen waren – wechselten sich tolle Auftritte von Tanzgruppen, Büttenrednern und Sängern ab.

Einen herrlichen Gardetanz führten die jüngsten Menzelner Tänzerinnen, die „Mini Lights“, auf. Mit kessen Tanzschritten, Hebefiguren und Spagatsprüngen sorgten die Tanzgruppen „New Generation“ und die „Flöth Dancers“ für weitere tolle Programmpunkte – und die Throndamen mischten sich als Engel verkleidet mit Süßigkeiten unter das närrische Volk. Derweil zeigten ihre Männer mit beinahe professionell getanzten Schuhplattlern ihr beachtliches alpenländisches Können.

Als Redner und Sänger präsentierten die „Flieger Mike und Markus“ (Mike Ingenfeld und Markus Kellings), „Die Rampensäue“, „Erna“ (Andrea Heringer) und die Damen von der „Linie 67“ Unterhaltung vom Allerfeinsten. Mit Worten voller Dankbarkeit richtete sich der Sitzungspräsident an alle Mitwirkenden. Besonders ehrte er den „Kümmerer“ Daniel Schelleckes, der sich seit elf Jahren sehr engagiert in die Organisation des Winterfestes einbringt, und das DJ-Team um Kai-Kevin Krupper, das wie immer für den guten Sound sorgte.

Alle Mitwirkenden erhielten zum Dank kunstvoll gestaltete Orden. Nach der Überreichung des Nachwuchspreises an „Die Rampensäue“, fünf junge Damen, die im Stil von exzentrisch gekleideter Schönheiten amüsante Banalitäten des  modernen Lebens zum Besten gaben, wurde die Tanzfläche zum gemeinsamen Ausklang eröffnet.

Der Karnevalsumzug setzt sich am Samstag, 2. März, um 14.11 Uhr in Bewegung, so die KVG.