Bürgermeister Frank Tatzel: „Rheinberg braucht einen City-Manager“

Rheinberg : Tatzel: „Rheinberg braucht einen City-Manager“

Als Bürgermeister Frank Tatzel in seiner Rede beim Neujahrsempfang am Sonntag in der Stadthalle (die RP berichtete) sagte, es sei an der Zeit, über die Schaffung einer Stelle für einen City- oder Event-Manager nachzudenken, gab es spontan Applaus.

Kaum hatte Tatzel den Satz zu Ende gesprochen, rief Norbert Nienhaus auch schon laut „Bravo!“ aus dem Saal.

Stadtmarketing-Aktivist Nienhaus gehört zu den absoluten Befürwortern eines solchen „Kümmerers“. Wie der Eversaeler hatten auch CDU-Mitglieder wie der inzwischen verzogene Hermann Göbel und der bereits verstorbene Ulrich May schon Ende der neunziger Jahre gefordert, einen solchen Mitarbeiter einzustellen. Vergeblich.

Frank Tatzel ist nun der Meinung, dass sich die Rahmenbedingungen verändert haben. „Es kommt einiges zusammen“, sagte er am Montag und nennt zunächst die Fortschreibung des Tourismuskonzepts. Einen Workshop dazu habe er bereits besucht, daher wisse er, was auf die Stadt zukomme. Tatzel: „Wir müssen uns die Frage stellen: Was kommt, wenn die Innenstadtsanierung abgeschlossen ist? Es soll dann in Rheinbergs Mitte nicht nur schön sein, es soll auch leben.“

Die Stadt verfüge über ein reichhaltiges kulturelles Leben. „Aber Kultur kann man man nicht nur verwalten, sie muss man leben. Da braucht man jemanden, der kreativ ist. Jemand, der kein reiner Verwaltungsmensch ist“, so Tatzel. Wie ein solcher Manager letztendlich genannt werde, sei nicht wichtig – wichtig sei, dass er oder sie bestimmte Dinge anpacke: die Belebung des Wochenmarktes, die Fokussierung auf potentielle Veranstaltungsorte wie den Stadtpark oder das Freibad und später auch das Stadtburgareal am Pulverturm, wo ja bereits seit Jahren das MAP-Festival erfolgreich über die Bühne geht.

Tatzel: „Es geht auch um die Situation des Einzelhandels. Um das alles zu stemmen, brauchen wir einen Profi mit guten Ideen. Jemanden, der flexibel ist.“ Allerdings dürfe man sich nicht verzetteln und müssen deshalb Schwerpunkte bilden. So müsse klar sein, wo die Stadt aktiv werden will.

Seinen Vorstoß habe er mit der Politik nicht abgestimmt, versicherte Tatzel. Ihm sei es darum gegangen, einen ersten Stein ins Wasser zu werfen, eine Diskussion zu entfachen. Dann gebe es noch genügend Möglichkeiten, das Thema zu konkretisieren. Er geht davon aus, dass spätestens in der Sitzung des Ausschusses für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur über den City-Manager gesprochen wird. Der Ausschuss tagt am Dienstag, 22. Januar, 17 Uhr, im Raum 249 des Stadthauses.

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