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Bürgerintiative in Menzelen will im Kampf gegen Windräder nicht nachlassen

Energiewende in Alpen : Gegenwind will weiter kämpfen

Die Bürgerinitiative in Menzelen will auch künftig keine Windräder an ungeeigneter Stelle in Alpen akzeptieren und setzt auf den Dialog mit dem Rathaus.

Die Bürgerinitiative Gegenwind Winnenthal tritt dem Eindruck entgegen, dass sie im Kampf gegen Windräder „an einer ungeeigneten Stelle“ nachlassen wird. „Wer glaubt, dass wir mitten im Landschaftsschutzgebiet gegen fünf Windräder gestritten haben, um jetzt die prognostizierten 13 Windräder zu akzeptieren, den dürfen wir getrost als naiv bezeichnen“, sagt Peter Joppa als Mitglied der Initiative in unmissverständlicher Klarheit.

Joppa erklärt das relativ geringe Interesse an der Informationsveranstaltung zur Windkraftplanung mit dem Schwerpunkt Menzelen – wir berichteten ausführlich – damit, dass die Auftakt-Veranstaltung mit der Ausrichtung auf den Standort Bönninghardt vom Grundsatz identische Inhalte geliefert habe und da auch viele Leute aus Menzelen aufmerksam zugehört hätten. Dass die Folgeveranstaltung schlechter besucht war, führt Peter Joppa auf die „eskalierende Corona-Lage“ zurück.

Aber zusammengenommen rund 100 Besucherinnen und Besucher im Pädagogischen Zentrum und zudem noch einmal halb so viele online an beiden Abenden zeigten, dass dem Thema Windkraft in Alpen weiter hohe Aufmerksamkeit zuteil werde. Dabei gehe es der Bürgerinitiative nicht allein um naturschutzrechtliche Belange, sondern auch um Abstände zur Wohnbebauung, um Denkmalschutzaspekte am Winnenthaler Kanal und um Alternativen zur Windkraft, beispielsweise durch Photovoltaik-Anlagen.

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Joppa stellt fest, dass Gegenwind sich „nicht generell gegen Windkraft“ stelle, sondern gegen Windräder an „ungeeigneter Stelle“ gekämpft habe und kämpfen werde. Klar sei, dass ohne Windkraftzonen jeder Einzelantrag rechtlich geprüft werde. „Auch wir werden dabei jeden einzelnen Standort bewerten und begleiten“, kündigt Joppa an. Dabei werde sich Gegenwind „weiter kraftvoll dafür einsetzen, dass der 1000-Meter-Abstand zur Wohnbebauung, die sogenannte bedrängende Wirkung und die natur- und artenschutzrechtlichen Belange berücksichtigt werden“.

Im Gespräch mit der Verwaltung so Joppa weiter, habe er den Eindruck gewonnen, dass es im Rathaus noch „keine gefestigte Strategie“ gebe. „Das ist auch gut so“, findet Joppa. Diese Strategie sollte Verwaltung weiter im unmittelbaren Austausch mit den Betroffenen vor Ort erarbeiten.

(bp)