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Bürgerinitiative hält Pläne für Windpark Winnenthal für nicht umesetzbar

Energiewende in Alpen : Bürgerinitiative hält Windpark für nicht umsetzbar

Die Debatte um die Konzentrationszone für Windkraft in Menzelen hält an. Die Bedenken der Gegner vor Ort sind erheblich. Sie führen den Schutz gefährdeter Wildtiere an.

Als „schwache Erwiderung auf unsere Argumente und Fragen“ hat die Bürgerinitiative Gegenwind im Windpark Winnenthal den vermeintlichen „Faktencheck“ des Projektentwicklers Abo Wind bezeichnet. Wer den Gegenwind-Flyer aufmerksam lese, so Sprecher Dennis Wierz, werde schnell erkennen, dass die Bürgerinitiative weder „falsch noch tendenziös verzerrt“ berichte, sondern lediglich auf notwendige neutrale Untersuchungen der Schall- und Lichtimmissionen sowie Abstände zur Wohnbebauung und den Schutz der Natur hinweise. „Wir sind keine Windkraftgegner, aber der Meinung, dass nicht jeder Windrad-Standort verträglich für Mensch und Natur ist“, so Wierz.

 Das Engagement von Gegenwind richte sich nicht gegen Abo Wind, das sei aktuell nicht mal Verfahrensbeteiligter sei. „Wir kommunizieren mit den demokratisch gewählten Entscheidungsträgern in Alpen“, so Wierz. Momentan gehe es um den neuen Teilflächennutzungsplan Windkraft. Der liege in der Kompetenz des Rates. Der müsse Für und Wider einer Konzentrationszone Winnenthal gewichten.

Abo Wind sei als börsennotiertes Unternehmen im Sinne der Shareholder verpflichtet, Gewinne zu erwirtschaften. Der Börsenkurs sei in den letzten zwölf Monaten um 132 Prozent gestiegen. „Wir bemängeln nicht die legitimen wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens“, so der BI-Sprecher, „aber wir halten es für schwer vermittelbar, dass Abo Wind sich als Retter der Energiewende darstellt“.

Die Landesregierung habe im Dezember einen Gesetzentwurf eingebracht, der nach der Sommerpause verabschiedet werden und einen Mindestabstand von 1000 Metern zur Wohnbebauung festlegen soll. Für Schwarz-Gelb seien die Abstände entscheidend für die Akzeptanz in der Bevölkerung. „Wir werden weiter auf Einhaltung der künftigen gesetzlichen Mindestregelungen drängen“, kündigt Wierz an.

Die vorliegenden Umweltgutachten hätten „erhebliche Lücken bezogen auf die Dokumentation streng geschützter Wildtiere, die in der Landschaftsschutzzone entlang des Winnenthaler Kanals leben“. Allein deshalb, so die Bürgerinitiative, könne die Konzentrationszone Winnenthal nicht umgesetzt werden.