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Bürgerbus Menzelen geht am 1. März an den Start

Neuer Bürgerbusverein in Alpen : Der Bürgerbus kommt mit Verspätung

Eigentlich sollte der neue Bürgerbus für Menzelen und Drüpt schon seit Jahresanfang rollen. Nun soll er am 1. März seinen Dienst aufnehmen. Der Plan, auch Borth anzusteuern, steckt ebenfalls noch in der Warteschleife.

Eigentlich sollte mit Beginn des neuen Jahres ein zweiter Bürgerbus auf Alpens Straßen unterwegs sein. Doch der neue hat Verspätung. Der Start ist auf den 1. März verschoben worden. Das sagte Edgar Giesen (63), Vorsitzender des Bürgerbusvereins in Menzelen. Diverse bürokratische Hürden hätten das Projekt etwas ausgebremst. Doch Giesen ist zuversichtlich, dass die in absehbarer Zeit aus dem Weg geräumt sind und die Signale auf Grün gestellt werden.

Das Auto ist schon da. Der umgebaute Mercedes-Sprinter steht inzwischen auf dem Niag-Betriebshof. Inzwischen sind die Werbeeinträge aufs Blech gebracht worden. Sechs ortsansässige Unternehmen haben Fläche auf der Karosserie gebucht und unterstützen so das neue Mobiltätsangebot in der Gemeinde, berichtet Giesen.

Das Fahrzeug, ein „Diesel der neusten Generation“, ist ausgerüstet mit Sitzplätzen für acht Passagiere. Es ist ausgestattet mit einer Rampe, die es auch Rollstuhlfahrern leicht möglich macht, an Bord zu kommen. Hier gibt es für sie einen speziellen Platz. Tickets gibt es beim Fahrer, der über die gleiche Technik verfügt, wie sie im Bürgerbus Alpen-Veen genutzt wird. „Wir haben uns ein wenig an den Alpenern orientiert“, sagt Giesen.

Der Bürgerbus startet an Werktagen jeweils um 9, 11, 15 und 17 Uhr am Markt in Menzelen-Ost und braucht für eine Tour rund 1,5 Stunden. Eigentlich sollte er auch um 13 Uhr noch eine Runde starten. Doch dann würde er mit der Linie 65 des Öffentlichen Personennahverkehrs kollidieren. Das hätte das gesamte Projekt ins Wanken gebracht. Die längere Mittagspause kommt dem Verein gar entgegen. „Das spart eine Schicht und so Personal“, so Giesen. Er geht davon aus, dass in der Mittagszeit auch Geschäfte und Praxen geschlossen hätten, so dass das Fahrgastaufkommen dann ohnehin gering wäre.

Die Route sieht wie folgt aus: Vom Markt geht’s über Menzelen-West, das intensiv befahren wird, über Alpen Richtung Drüpt, dann Richtung Grünthal-Kreuzung. Von da aus ein Stück Richtung Wesel, über den Riller Weg wieder gen Ost. Der Plan, auch Borth anzusteuern, lässt sich wohl erst mit Verzögerung umsetzen, da im Rheinberger Stadthaus noch Entscheidungen ausstehen. Giesen: „Doch wir können schnell umschwenken, wenn es soweit ist.“ Rund 25 Haltestellen werden in Kürze an der Strecke eingerichtet sein. Auch der Fahrpreis steht schon fest: 1,50 Euro für Erwachsene, 50 Cent für Kinder – unabhängig von der Strecke. Über eine mögliche Staffelung will der Verein noch nachdenken. „Ich bin froh, wenn der Betrieb überhaupt läuft. Dann wollen wir Erfahrungen sammeln und lernen“, so der Ortsvorsteher aus Menzelen.

Rund 30 Leute wollen sich ans Lenkrad setzen, werden in den kommenden Wochen einem Gesundheitscheck unterzogen und in die Handhabung des Fahrzeuges eingewiesen. Geplant ist, dass sich jeder ein bis zwei Mal im Monat für einen Vor- oder Nachmittag ans Lenkrad setzt. „Wir freuen uns über jeden, der noch dazukommen möchte“, so Giesen. So werde die Belastung noch besser verteilt. Auch Pilotinnen werden gern genommen. Bis jetzt nämlich gilt fürs Fahrerlager: 100 Prozent männlich. „Von einer Frauenquote sind wir noch ein gutes Stück entfernt“, sagt Giesen mit einem Augenzwinkern.