Büderich: Weihnachtskonzert von Cantemus Büderich

Weihnachtskonzert von Cantemus Büderich : Ein musikalisches Festtagsgeschenk

Cantemus Büderich gab in der Kirche St. Peter ein festliches Weihnachtskonzert und begeisterte mit Lobgesängen auf die Geburt Christi. Das Publikum dankte den Musikern mit stehendem Applaus.

Die Vielseitigkeit von Cantemus Büderich ist bekannt. Umso größer war die Freude des Publikums, dass dieser Chor zu einem festlichen Weihnachtskonzert in die katholische Kirche St. Peter Büderich eingeladen hatte. Der musikalische Zauber vergangener Jahrhunderte um das Ereignis der Geburt Jesu sollte sich auf die Konzertbesucher legen.

Chordirektor Hans-Heinrich Struberg gab dem Konzert mit der Auswahl der Werke seine Handschrift. Er sorgte mit den Sängerinnen und Sängern von Cantemus für ein musikalisches Erlebnis, das so ganz in die stille Zeit nach dem Weihnachtsfest passte. Werke der Komponisten Charpentier, Händel, Rutter, Saint-Saëns und Zavaterie standen auf dem Programm. Das Collegium Instrumentale Kempen unter der Leitung von Bernd Erich Brinkmann begleitete und komplettierte in bewährter Weise dieses Konzertprojekt von Cantemus. Als Sohn Büderichs mischte Otto Maria Krämer an der Kirchen- wie an der Konzertorgel mit.

Struberg ist bekannt für seine intensive Arbeit, seine punktgenaue Inszenierung, dem der Chor perfekt folgte. Das Prélude aus der Weihnachtsmesse von Camille Saint-Saëns (1835 bis 1921) eröffnete das Konzert, das musikalisch die Weihnachtsgeschichte mit den Hirten auf dem Feld und den himmlischen Mächten thematisierte - ein Festtagsgeschenk des erfahrenen Cantemus-Ensembles und des Orchester an das Publikum. Das zehnteilige Weihnachtsoratorium „Oratorio de Noël“ komponierte der damals 23-jährige Saint-Saëns als Chorwerk mit Streichorchester. Bemerkenswert ist der Komponist des 19. Jahrhunderts wegen seiner außergewöhnlichen Begabung, mit der er schon im Alter von sechs Jahren auf sich aufmerksam machte.

Anschließend legte Struberg mit dem französischen Komponisten Marc Antoine Charpentier (1643 bis 1704) und dessen Mitternachtsmesse zu Weihnachten, der „Messe de Minuit“, nach. Der Reiz liegt unter anderem in der Klangfarbe, in der Vielfalt und Abwechslung. Eine frisch-fröhliche und jubelnde geistliche Komposition, mit der der Chor in der Kirche St. Peter die Botschaft von der Geburt Jesu mit Engelsstimmen musikalisch verkündete. Dabei wechselten sich Kyrie, Sanctus und Agnus Dei in instrumentalen und vokalen Abschnitten ab, die den festlichen Konzertcharakter in St. Peter nochmals unterstrichen. Mit dem Concerto Pastorale op.1 Nr. 10 von Lorenzo Zaverteri (1690 bis 1764) folgte ein weiteres Glanzstück barocker Instrumentalmusik.

Mit Wolf Biermann und dem Menschheitswunsch „Wann ist denn endlich Frieden“ rückte nochmals die christliche Botschaft in den Mittelpunkt. Das Weihnachtswiegenlied von John Rutter folgte und leitete über zu Georg Friedrich Händel (1685 bis 1759). Die Pastoralsinfonie aus seinem Meisterwerk „Messias“ brachte die Weihnachtsgeschichte mit ihren Hirten zurück. Mit dem letzten Teil der „Messe de Minuit“ von Saint-Saëns steuerte das Ensemble das Konzert auf sein festliches Ende zu. Stehender Applaus, ein gemeinsames „O du fröhliche“ und Zugaben der Künstler folgten. Schöner kann ein Jahreswechsel kaum sein.

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