Schäden durch Bergsenkung Streit um Salzbergbau – Kirche schöpft Mut

Alpen/Büderich · Im Mai 2015 platzte in der Kirche St. Peter in Büderich der geflieste Boden im Mittelschiff auf. Die Kirchengemeinde St. Ulrich sieht sich nun im Beweissicherungsverfahren bestätigt, dass Bergsenkungen ursächlich für den Schaden sind.

  Im Mai 2015 sind in der Büdericher Kirche Bodenfliesen geborsten. Ein Gutachten kommt nun zu dem Schluss, dass Salzbergbau verantwortlich ist.

Im Mai 2015 sind in der Büdericher Kirche Bodenfliesen geborsten. Ein Gutachten kommt nun zu dem Schluss, dass Salzbergbau verantwortlich ist.

Foto: Ekkehart Malz

Am 7. Mai 2015, ein Donnerstag, ist Küster Hans-Joachim Thürmer nach einer Trauerfeier gegen 16.30 Uhr noch am Hochaltar in der ansonsten menschenleeren Kirche St. Peter in Büderich beschäftigt, als ein Knall die andächtige Stille durchbricht. Im Mittelgang steigt eine Staubwolke auf, uralte Fliesen platzen, der Boden tut sich auf. Für das zunächst höchst rätselhafte Geschehen gibt’s nun, siebeneinhalb Jahre später, ganz offenbar eine ziemlich weltliche Erklärung. Dietmar Heshe, Leitender Pfarrer an St. Ulrich, Anwalt Michael Terwiesche und Bergbau-Experte Peter Immekus haben am Montag „endlich“ das Ergebnis des Fachgutachtens im vor vier Jahren vom Landgericht Kleve angestoßenen Beweissicherungsverfahren vorgestellt. „Das kommt zu 100 Prozent zu dem Schluss, dass die Schäden in der Kirche, die auf rund 150.000 Euro beziffert werden, auf Bergsenkungen zurückzuführen sind“, fasst Heshe die Kernaussage zusammen.