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Rheinberg: Brot, Bücher, Bühnenstücke

Rheinberg : Brot, Bücher, Bühnenstücke

Das Herz von Paul Feltes schlägt für Rheinberg. Die Menschen schätzen den Bäckermeister mit den vielen Talenten. Morgen wird der engagierte Heimatfreund 80 Jahre alt.

Rheinberg ist seine Heimatstadt – das alte „Berka“, das Paul Feltes mit Brot und Brötchen versorgte. Für das er Bücher schrieb und Bühnenstücke verfasste und das er in Bildern festhielt. Für Rheinberg schlägt sein Herz, und den Rheinbergern liegt der Bäckermeister im Ruhestand am Herzen. Nicht nur morgen, wenn er seinen 80. Geburtstag feiert.

Tausendsassa

Wollte man einen Heimatfreund durch und durch beschreiben – er bekäme gewiss die Gestalt von Paul Feltes: Mal beschäftigt er sich mit historischen Motiven oder schreibt ein Buch über Berkas vergangene Tage; mal lässt er die Figuren aus einem Band über Rheinberg in einem Theaterstück lebendig werden, beschert den Karnevalisten einen witzigen Orden für die närrischen Tage oder feilt an Statuten aus der Stadthistorie – Paul Feltes ist eben ein „Tausendsassa“ in Sachen Heimatforschung.

Und beileibe kein trockener Theoretiker: Was er über Rheinberg festhält, ist durchweg authentisch, durchzogen von verschmitztem Humor und einer lauteren Heiterkeit. Dabei sehr wohl hieb und stichfest. In eineinhalb Dutzend Vereinen bringt sich das Geburtstagskind ein. In den Sprookverein beispielsweise, die Gemeinschaft der Mundartfreunde; als Karnevalisten bei den Rhinberkse Jonges und als Kolpingbruder, in Heimatverein und Stadtmarketing. Mit Ausdauer, Elan, Charme – ehrenamtlich. Paul Feltes ist für seinen Einsatz hoch geehrt: etwa mit dem Rheinlandtaler. Kaum vorstellbar, wie sich Paul Feltes die Zeit für sein vielfältiges Engagement während seines Berufslebens abzwacken konnte. Als es für ihn hieß „früh aus den Federn“ und ab in die Backstube. Mit seiner Bäckerei erlebte er hautnah Rheinbergs Wachstum nach dem Zweiten Weltkrieg: die Zeit, als die „Reichelaner“ in die Stadt kamen, ein Textilwerk und einen ganzen Stadtteil aufbauten – wo er mit einer Filiale präsent war.

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Stadt der Jugend

Ihnen und all den anderen Neubürger der letzten Jahrzehnte das alte Rheinberg, die Stadt seiner Jugend nahe zu bringen, das ist eines der großen Anliegen des Mannes, der morgen 80 Jahre alt wird.

(RP)