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Breitbandausbau im ländlichen Außenbereich von Xanten, Alpen und Sonsbeck

Breitband auf dem Lande : Förderbescheid aus Berlin für Breitband auf dem Lande ist da

Die Deutsche Glasfaser will ab der zweiten Jahreshälfte den ländlichen Außenbereich in Alpen, Sonsbeck und Xanten an schnelle Netz anschließen.

Der Knoten scheint durch, um nach langem Vorlauf nun auch den ländlichen Raum an die Datenautobahn anzuschließen. Für den Breitbandausbau in Alpen, Sonsbeck und Xanten liegt nun der endgültige Förderbescheid des Bundesministeriums für Verkehr und Logistik vor. Das hat der Kreis Wesel, der das Projekt koordiniert, am Mittwoch mitgeteilt.

Insgesamt sollen bekanntlich rund 16,6 Millionen Euro in zukunftsfähige Glasfaserleitungen in den Außenbereichen der drei Kommunen investiert werden. Davon fördert der Bund mit rund 8,3 Millionen Euro, weitere rund 6,6 Millionen Euro wurden als Ko-Finanzierung beim Land Nordrhein-Westfalen beantragt. Die Differenz ist von den drei Kommunen zu tragen.

Mit den Fördermitteln sollen in Alpen, Sonsbeck und Xanten alle Ortsteile ausgebaut werden, die mit weniger als 30 Megabit pro Sekunde (MBit/s) versorgt sind beziehungsweise werden. Stichwort: schnelles Internet bis an die letzte Milchkanne. Eine gute Nachricht für den ländlichen Außenbereich, eine eher schlechte für Wohngebiete im Ort Alpen, die mangels Nachfrage nicht ans Netz der Deutschen Glasfaser angeschlossen worden sind.

Verlegt werden rund 1000 Kilometer Glasfaser. Dadurch gehen rund 1700 Haushalte, 95 Betriebe und acht weitere Schulen ans Glasfasernetz, teilte der Kreis mit. Das bedeutet, dass Privatkunden mindestens 300 MBit/s im Download und 150 Mbit/s im Upload buchen können. Geschäftskunden haben sogar die Möglichkeit, mindestens 300 bis maximal 10.000 Mbit/s im Down- und Upload zu erhalten.

Der Glasfaserausbau mache somit Wohnen und Arbeiten in Alpen, Sonsbeck und Xanten noch attraktiver und stärke die Wettbewerbsfähigkeit ansässiger Unternehmen, aber auch die Investitions- und Vermarktungschancen für Immobilien sowie Wohn- und Gewerbeflächen.

Im Ausschreibungsverfahren für den geförderten Breitbandausbau in den drei Nachbarkommunen hat sich die Deutsche Glasfaser durchgesetzt. Nach Bewilligung der Ko-Finanzierung durch das Land und der Vertragsunterzeichnung kann sie jetzt offiziell mit dem Ausbau beauftragt werden.

Vor dem ersten Spatenstich in der Projektregion erstellt die Deutsche Glasfaser eine detaillierte Ausführungsplanung, in der die Netz- und Zeitplanung für die einzelnen Bauabschnitte festgelegt werden. Betroffene Anwohner werden zeitnah über die geplanten Arbeiten informiert. Mit dem Baubeginn rechnet die Deutsche Glasfaser voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte.