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Rheinberg: Borther Alternativen

Rheinberg : Borther Alternativen

Die Diskussion um die Schulstandorte im Rheinberger Norden geht weiter. CDU: Eine einfach klingende Lösung muss nicht die Richtige sein. Grüne stimmt dem Vorschlag der Verwaltung zu.

"Eine Lösung, die sich zunächst einfach anhört, muss nicht immer die Richtige" sagt Siegfried Weisser, Vorsitzender der CDU Borth. Damit meint er den Verwaltungsvorschlag, die Gebäude am leerstehenden Hauptschulstandort Borth abzureißen, statt dessen in der Stadt zwei Turnhallen neu zu bauen, das Hallenbad zu erweitern sowie Grundschule in Wallach zu lassen. Weißer: Die dabei stattfindende Vernichtung von zirka 2,7 Millionen Euro Buchwert gehe nicht ohne Schmerzen vonstatten.

Deshalb habe sich der CDU-Ortsverband Borth mit einer endgültigen Festlegung in Sachen Schulen in Borth Wallach Ossenberg bewusst zurückgehalten, "ist aber nicht untätig gewesen, sondern hat durch den über die CDU-Fraktion gestellten Antrag auf Einrichten der Arbeitsgruppe Schulen Rheinberger Norden eine zielführende Diskussion in Gang gebracht, die alle Aspekte rund um die hiesigen Schulen beleuchten soll."

Neben dem Abrissszenario gebe es mittlerweile eine Vielzahl alternativer Überlegungen wie Standortverlegung der Grundschule Wallach, Standortverlegung von Teilen der Rheinberger Oberstufe und jetzt Standortverlegung der Resthauptschule nach Borth, wobei die Aufzählung noch nicht vollständig ist, da Bürgerzentrum, Wohnbebauung, Gewerbebebauung ebenfalls noch in der Diskussion sind.

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Unterstellt, die Hauptschule werde nach Borth verlegt — was dann in drei, vier Jahren mit dem renovierten Schulgebäude in Borth passieren könne, wenn die Hauptschule ausgelaufen ist? Weisser: Dann müsse man die Schülerzahlen im Grundschulbereich nochmals genau prüfen und gegebenenfalls den Grundschulstandort nochmals neu überdenken.

Rheinbergs Grüne mahnten gestern, in der Nord-Schulfrage Lösungen mit dem Blick nach vorne, nicht zurück zu suchen. Sie verstünden, dass die Borther an der Hauptschule als identifikationsstiftendem Gebäude festhalten wollten, betonten Barbara Ettwig, Dietmar Heyde und Jürgen Bartsch gestern. Gleichwohl stimmten sie dem Verwaltungsvorschlag zu: "Das wird die Wahrheit mutig ausgesprochen." Die Sanierung der Kleinschwimmhalle sei zu aufwändig und führe dennoch zu keinem modernen Bad; gleiches gelte für die Turn halle. Der Ausbau des Hallenbades Rheinberg wäre die richtige Entscheidung. Die alte Hauptschule Borth tauge nichts als Grundschule: Sie sei für große Kinder gebaut — und werde auch saniert kein zeitgemäßes Schulgebäude. Aber auch das stellten die Grünen klar: Der alte, leer geräumte Schulstandort müsse mit den Borther Bürgern zur Ortsmitte entwickelt werden.

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(RP)