Rheinberg: Borth feiert 55 Jahre fröhliche Narretei

Rheinberg: Borth feiert 55 Jahre fröhliche Narretei

Die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Borth hatte zur Büttensitzung im Festzelt eingeladen. Büttenredner und Gardetänzer überzeugten. Auch das Prinzenpaar tanzte mit. Anschließend wurde eine Party gefeiert.

Im Jubiläumsjahr hat es die Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß Borth 1963 als närrische Vorburg Rheinbergs so richtig krachen lassen. Die Borther Jecken feierten sich und ihr 55-jähriges Bestehen am Wochenende mit einer Büttensitzung im Festzelt an der Wallacher Straße.

Mit einer Doppelspitze startete die Session. Zum Prinzenpaar Martin und Isabel gesellte sich das Kinderprinzenpaar mit Lennard und Lara. Schon der Kartenvorverkauf für die Sitzung lief gut. Bunt gab sich mit Büttenreden, Sketchen, Tanzdarbietungen und Schunkelliedern das Programm. Mit den verschiedenen Beiträgen heizten die Akteure dem närrischen Publikum in Vollverkleidung ordentlich ein. Mit von der Partie Thomas Kiwitt, der das Publikum mit mancherlei humorvollen Geschichten aus dem Borther Dorfleben und Beobachtungen zu unterhalten wusste. Ob es um obligatorische Arztbesuche ging, das unerschütterliche Beamtentum oder aber einen Restaurantbesuch, als Büttenredner zog Kiwitt die Register. Manches Erlebnis aus den Reihen des Elferrates plauderte er aus und ließ dabei die KG Rot-Weiß hoch leben. Klar, dass er nachliefern musste. "Bei uns handelt es sich um Eigengewächse, die in die Bütt gehen", sagt dazu Jürgen van Haren vom Vorstand Rot-Weiß. Eingekaufte Unterhaltung für die Bütt komme einfach beim Borther Publikum nicht an, wie vor Jahren festzustellen gewesen sei. Stoff aus dem Dorf gibt es genug, so van Haren. Drei Monate war an dem Bühnenprogramm gefeilt worden. Daher tobte das Zelt bei den Darbietungen, beispielsweise mit Paul van Holt, Ludger Opgenorth oder "et Lisbeth us Kölle" (Angelika Peschel).

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Unter anderem legten die "Chickendales" mit ihrem Schwarzlichttanz, Laudana Backhaus und die Borther Tanzformationen nach. Selbst das amtierende Prinzenpaar Martin und Isabel zog sich die Tanzschuhe an und begeisterte sein Publikum. Erfahrung brachte Prinzessin Isabel aus früheren Jahren bei der Tanzgarde mit. Prinz Martin tanzte ebenfalls eine flotte Sohle und beeindruckte mit diversen Hebefiguren. Statt einer geforderten Zugabe holte das tanzende Prinzenpaar kurzerhand den Elferrat aus seinem Narrenschiff direkt auf die Bühne. Sie gaben nochmals den Piratentanz zum Besten, der in den vergangenen Wochen bei den Besuchen von Kindergärten und Co. so gut angekommen war. Für das Prinzenpaar ein absolutes Highlight am Ende der Session, wie Prinzessin Isabel verriet. "Diese Zeit war einfach atemberaubend und so toll", so die Majestät. Bis kurz vor Mitternacht dauerte das Programm, danach brauchte es nur den blitzschnellen Abbau von Tischen und Bänken. Aus dem Sitzungskarneval wurde mit den Dorfrockern eine Karnevalsparty mit wippendem Tanzboden.

(sabi)